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Alexander von Humboldt's Reisen und Forschungen : eine gedrängte Erz. seiner Wanderungen in d. Aequinoctial-Gegenden Amerikas u. im asiat. Rußland
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innig von ungefähr einer Meile slou^uof vom Dorfe SauFernando traten sie ans dem Waide hervor, und kamenin eine offene Gegend, die mit acht bis zehn Fuß hohe»Wasscrgewächsen bedeckt war; denn in den tiefer liegendenTheilcn der beißen Zone giebt es keine Wiesen nnd Wendeplätze wie in Guropa.

Ter Weg war zu beiden Seilen mit einer ArtBambus besetzt, die sich über vierzig Fnß hoch erhob,Diese Pflanzen sind, nach Hnmboldt, in Amerika nicht sohäusig, als man gewöhnlich vermntbct, wiewohl sie i»Neu-Grenada nnd Quito dichte Wälder bilden nnd aufdein westlichen AbHange der Anden in großer Menge vor-kommen.

Sie langten jetzt in San Fernando an, welches aufeiner schmalen Gbcne erbaut und von Kalkstein-Felsen be-gränzt ist. Tieß ist die erste Niederlassung von Missio-nären, die sie in Amerika zu Gesicht bekamen.

Tie Häuser der Cbayma-Indianer, waren ans Lehmerbaut, dem man durch eingewirkte Lianen Festigkeit ver-liehen; und die Straßen liefen gerade ans nnd durchschnit-ten einander unter rechte» Winkeln. Der große Platz i»der Mitte des Weilers enthält die Kirche, das Wohnhausder Missionäre und noch ein zweites Gebäude zur Auf-nahme und Verpflegung von Reisenden, welches den prah-lenden Namen Königshaus stäuza ilol liov) führt.Solche königliche Residenzen kommen in allen spanischenNiederlassungen vor, nnd sind eine der größten Wohlthaten für diejenigen Länder, wo es keine Gasthöfe undWirthshanser giebt.

Humboldt und seine Begleiter, waren den Mönchenempfohlen, welche die Missionsanstaltcn der Chaymas durckihren Ssindicus zu Cumana verwalten lassen, und derSupcrior, ein wohlbeleibter und lustiger alter Kapuzinernahm sie sehr gütig auf.

Dieser ehrwürdige Mann, welcher den größten Theildes Tages in einem Armstiihl sitzend, zubrachte beklagte