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— nicht auf einer der West-Indischen Inseln, sondernauf einem unermeßlichen Continente befindet, wo die Berge,die Flüsse, die gcsammtc Vegetation und alles Uebrigc gi-gantisch sind. Ist er ein Liebhaber oon ländlichen Scencn,so findet er es schwer, sich Rechenschaft oon den verschie-denartigen Gefühlen abzulegen, die ihn ergreifen: er istinifähig zu bestimmen, was seine Bewunderung am mei-sten erregt; ob die feierliche Stille der Wildnis;, oder dieindividuelle Schönheit und der Contrast der Formen, oderdie Äräftigkeit und Frische der vegetabilischen Schöpfung,welche das Elima der Tropen vor andern auszeichnen.Man möchte sagen, daß die Erde, mit Gewächsen überla-den, diesen nicht Raum genug zum Wachsen läßt. TieStämme der Bäume find überall mit dichten, grünen Tep-pichen bedeckt; und wollte man die Orchidcn und die derGattungen pizisr und Pothos angehörigcn Pflanzen, dieauf einem einzigen Courbaril oder Amerikanischen Feigenbaumwachse», auf den Erdboden verpflanzen, so würden sie einengroßen Flächenranm übersieh». Wegen dieser außerordent-lichen Gedrängtheit der Vegetation erweitern die Wäldergleich den Felsen und Bergen das Gebiet der organischenNatur. Tie nehmlichcn Lianen, welche auf dem Bodenhi»kriechen, erklimmen die Gipfel der Bäume und rankensich von einem zum andern ziz einer Höhe von mehr alshundert Fuß. Tiefe Durcheinandermischung von Schma-rotzerpflanzen ist daran schuld, daß der Botaniker sich oftverleiten läßt, Blüthen, Früchte und Laub, welche ver-schiedenen Arten angehören, mit einander zn verwechseln."
Unsere Reisenden wanderten einige Zeit unter demSchatten dieser natürlichen Laubcngänge, welche kaumdann und wann den reinen blauen Himmel hindurch schim-mern ließen, und bewunderten zum crstcnmale die Hangen-ten Nester der Oriole, die ihr Gezwitscher mit dem Ge-schrei der Papagcyen und Macaws vermischten. Tic letz-ter» fliegen blos paarweise, während die erstem in Heerdenvon mehreren Hnudcrtcn gesehen werden. In der Entfcr-