wohl niemals Schnee fällt. Die kleinste Höhe, in welcherderselbe jährlich eins Teneriffa vorkommt, ist » cht mit Gc-wißhcit bestimmt, indeß hat man ihn an einer Stelle er-blickt, welche über Espcranza de la Laguna, ganz nahe beider Stadt dieses Namens liegt, in deren Garte» der vonBroussonet eingeführte Brodfruchtbanm t»L»rz>us iu-ris») von selbst fortkommt. An diesen Umstand knüpftHumboldt die Bemerkung, daß in beißen Erdstrichen diePflanzen so kräftig sind, daß sie einen höheren Grad vonFrost ertragen können, als man erwarten sollte, vorausge-setzt, daß er von kurzer Dauer ist. Tie Banane wird aufCuba culrivirt, an Stellen, wo das Thermometer bisweilenauf den Gefrierpunct herabsinkt; und in Spanien und Ita-lien gehen Orangen und Dattclbänme, selbst bei zwei GradKälte, nicht ein. Leute die sich mit der Pflanzcnciiltnr ab-geben, haben die Bemerkung gemacht, daß Bäume, die ineinem fruchtbaren Boden stehen, nicht so zärtlich sind undnicht so leicht durch den Wechsel der Temperatur leiden,als solche, die in einem mageren, wenig Nahrung darbie-tenden Erdreich wachsen.
Von Laguna zum Hafen von Orotava und der west-lichcn Küste von Teneriffa führt der Weg zunächst überHügelland, welches mit schwarzem, lehmige» Erdreich über-zogen ist. Tie darunter liegenden Felsenmasscn vcrbcr enSchichten eisenhaltiger Erde; aber in einigen Schluchtensruvinvs) gewahrt man säulenartige Basalte, mit frischenCouglomeratcn, ähnelnd vulkanischen darüber lücgeuden Tuf-fen, welche Fragmente der elfteren und auch, wie behauptetwird, Sec-Peirefactcn enthalten.
Diese herrliche Gegend, von welcher die Reisenden al-ler Nationen mit Enthusiasmus sprechen, ist durch das Thalvon Tacorontc zngängig und bietet dem Auge Sccnen vonunvergleichlicher Schönheit dar. Das Seeufer ist mit Dal-tel- und Coeospalmcn geschmückt, weiter aufwärts zeigensich Gruppen von Musa- und Drachenbäumen. Tie Ab-hänge sind mit Weinreben bedeckt, Pommeranzenbäiinic,