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Myrten nnd Cyprcssen umgeben die Capellen, welche aufden kleinen Hügeln errichtet worden sind. Tic Ländcrcicnsind durch Einfriedigungen, bestehend aus Agave und Cac-tns, von einander getrennt. Zahlreiche Cryploganiisicn, vor-züglich Farnkränlcr bedecken die Mauern. Im Winter,wahrend der Vulkan in Schnee gehüllt ist, herrscht in die-ser herrlichen Gegend ununterbrochener Frühling, nnd imSommer, gegen Abend, verbreiten die Seclüftchen anmuthigeKühle.
Von Tcgneste Tacorontc bis zum Dorfe San Juande la Rambla ist die Küste gleich einem Haafcn angebautund läßt sich mit den nächsten Umgebungen von Capueioder Valentin vergleichen; indcß ist der westliche Tbeil vouTeneriffa weit schöner, wegen der Nähe des Pik, dessen An-blick eine höchst imposante Wirkung hervorbringt und dieEinbildungskraft veranlaßt, in die Geheimnisse der vulkani-schen Thätigkcit einzudringen. Taufende von Jahren hin-durch hat man auf dem Gipfel des Berges kein Lichtwahrgenommen, und doch beweisen gewaltige Seiten-Aus-brüche, wovon sich der letzte im Jahr 1798 ereignete, die Thä-tigkcit eines Feuers, welches bei weitem noch nicht erloschenist. Uebcrdicß hat der Anblick eines Kraters, welcher sichmitten in einer fruchtbaren nnd vortrefflich angebauten Ge-gend erhebt, etwas Melancholisches.
In Verfolgung ihrer Marschroute nack dem Hafen vonQrotava, passirten unsere Reisenden die schönen Weiler Ma-tama und Vittoria fSchlacht und Sieg) Namen, welchein allen spanischen Coloniccn zusammen vorkommen nndmit den Gefühlen von Friede nnd Ruhe welche diese Ge-genden einflößen, einen unangenehmen Contrast bilden.Unterwegs besuchten sie einen botanischen Garten zu Tu-rasuo, wo sie Herrn lc Gros den französischen Viccconsulfanden, der ihnen in der Folge als ein vortrefflicher Füh-rer nach dem Pik diente. Die Idee, einen solche» Gartenauf Teneriffa anzulegen, ist ursprünglich vom Marquis deNava ausgegangen, welcher der Meinung war, daß die ca-