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Mitteilungen vermischten Inhalts über die englischen Eisenbahnen
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transport zwischen Liverpool and Manchester ausreichen würde. Ich nehme an, daß Morgens6 Uhr der erste Waarenzug aus Liverpool abgehe, und diesem bis 8 Uhr alle 16 Minuten einanderer Zug folge. Gebraucht nun jeder Zug 3 volle Stunden, um die Bahn zu durchlaufen,so kommen zwischen 9 und 11 Uhr 12 Waarenzüge in Manchester an. Gehen von dort zwi-schen 11 und 1 Uhr 12 Waarenzüge nach Liverpool zurück, so ist um 4 Uhr die Bahn wiederfrei. Von 1 bis 9 Uhr Abends können wieder 12 Waarenzüge nach Manchester befördert wer-den; diese Wagen können nach 9 Uhr, da ß aller Güter von Liverpool nach Manchester, undnur Z in entgegengesetzter Richtung gehen, leer wieder zurückfahren. In dieser Art können tag-lich 36 Waarenzüge zwischen beiden Städten befördert werden, ohne daß diese sich irgend aufder Bahn hindern, und selbst ohne Auswcicheplätze zu Hülfe zu nehmen. Bisher wurden aberauf der Bahn im Durchschnitt taglich nur 17 Waarenzüge befördert. Man sieht also, daß dieeinfache Bahn selbst zu dem doppelten Transportquantum ausreichen würde. Da täglich Mor-gens und Nachmittags Güter von Liverpool nach Manchester und in entgegengesetzter Richtungversandt werden können, so wird hierin selbst den höchsten Forderungen der Spedition Genügegeleistet. Rechnet man nun noch die Ersparungcn, die bei diesem System an den Ncparaturko-sien der Bahn, an Arbeitslöhnen, an Brennmaterial, an Neparaturkostcn der Dampfwagcn w.gemacht werden könnten, so sieht man leicht ein, daß selbst bei den jetzt bestehenden niedrigenFrachtpreisen die Aktien eine Dividende von 7 bis 8 pro Cent beziehen würden.

Aber auch mit diesem Gewinn sich zu begnügen, würde für den Güterverkehr keine Noth-wendigkeit vorhanden sein. Ich habe früher berichtet, daß die Fracht zwischen Liverpool undManchester für eine Tonne durch die Bahngefcllschaft von 15 Sh. auf 16 Sh. herabgesetzt wor-den sei, und daß die Kanalgescllschaftcn gezwungen waren, dasselbe zu thun. Wäre die Frachtauf der Bahn zu 15 Sh. festgesetzt worden, so würde die Kanalfracht auf gleicher Höhe stehengeblieben sein; der Eisenbahn würden dann dieselbe» Frachtgüter zugefallen sein, die sie jetzt zubefördern hat. Die Bruttoeinnahme hätte sich dann auf 126750 L., und der reine Gewinn aufwenigstens 7566» L. gestellt, so daß den Aktien eine Dividende von 15^ pro Cent hätte zuge-thcilt werden können.

Man ersieht aus diesen Berechnungen, daß zwischen Liverpool und Manchester sehr wohleine gut gebaute und blos auf Gütertransport berechnete Eisenbahn würde bestehen können; daßdie Vorthcile aus dem ungeheuren Personenverkehr mehr dem Publikum als den Bahncigenthü-mcrn zugewendet worden sind, indem alle jetzt bestehenden Verhältnisse auf diesen großen Ver-kehr basirt und denselben angepaßt wurden.

7. Auszüge aus Briefen englischer Geschäftsmänner, Eisenbahnen betreffend.

Ich verdanke die Mitteilung der Briefe, aus denen ich hier einige wörtlich treue Aus-züge mittheilc, der Güte des Herrn W. F. Reuß, in Liverpool, dem dieselben auf Veranlassungvon Erkundigungen, zum Behuf von Materiallieferungen für einige in Frankreich unternom-mene Eisenbahnen, von den Urquellen zugegangen sind. Sie enthalten Angaben, die für Deutsch-land auch dann noch von Wichtigkeit sein werden, wenn es, auch nie unser Zweck sein kann,das Eisen zu den inländischen Bahnanlagen aus England zu bezichen.

a) An