1. Allgemeines.
Ä)?ag auch das Wirken für die Anlegung von Eisenbahnen, wie es sich seit zwei Jahren imdeutschen Volke kund gegeben, anfänglich hie und da eine verkehrte Richtung genommen;mögen oft übertriebene Erwartungen ausgesprochen fein; mag man an manchem Ort für dieSache mehr geredet, als gethan haben- so haben sich doch jetzt die Ansichten schon sehr berich-tigt; die Bestrebungen sind einem festen, erreichbaren Ziel zugewendet, und wenn diese erwünschteUmwandlung auch nicht überall eingetreten, so hat sie doch sich im Allgemeinen so entschiedenausgesprochen, daß jene angedeuteten Erscheinungen, die des besonnenen, prüfenden, gründlichendeutschen Sinns unwürdig sind, bald ganz verschwunden sein werden. Höchst erfreulich ist da-bei die Wahrnehmung, daß mit Eifer und Kraft einzelne Eisenbahnuntcrnehmungen, die als aus-führbar erscheinen, vorbereitet und betrieben werden; daß Regierungen und Privatvcreine sichwcchfclsweis unterstützen, um den Weg zum großen Ziel zuganglich zu machen; daß viele wür-dige Manner mit Einsicht und Aufopferung öffentlich und im Stillen für den gemeinnützigenZweck fortwirken. Regierungen und Volk sind in ihren einsichtsvollern, verständiger» Mitglie-dern tief von der Ucberzcugung durchdrungen, daß Deutschland mehr und besserer Kommunika-tionsmittel bedarf, als die vorhandenen wenigen Wasserstraßen und die schlechten Chausseen ihmgewähren, wenn es nicht in gewerblicher Hinsicht gegen feine Nachbarn immer weiter zurück-bleiben soll; daß Deutschland um so mehr großer künstlicher Kommunikationsmittel bedarf, alses ein Binnenland ist, mit einem verhältnismäßig sehr beschränkten Küstcnsaum, der sogarnoch größtenthcils durch fremden Einfluß feinem cigcnthümlichen Interesse entzogen ist.
Bei solchen Bestrebungen in Deutschland, meine ich, müßte die genauste Kenntnis derenglischen Eisenbahnen und ihres Betriebs bei uns von der größten Wichtigkeit sein. Ein skla-visches Nachahmen würde freilich ebenso unverständig sein, als fremde Erfahrungen unbeachtetzu lassen. Wenn mich nun günstige Verhältnisse in den Besitz von genauen und sichern Datenüber das englische Eisenbahnwesen gesetzt, so glaube ich es dem deutschen Vaterland schuldigzu sein, diese bekannt zu machen, was dann auch vor und nach geschehen soll. Wenn ichdabei auf der einen Seite das Zeitintcresse ins Auge fasse, so glaube ich doch auch auf derandern Seite die Achtung vor der Tendenz dieser Verhandlungen, nur solche Mitthcilungen auf-zunehmen, die einen bleibenden Werth haben, nicht ganz unbeachtet gelassen zu haben-
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