Mein Vater ging dabei) von der gewiß unbestreitbarenAnsicht auö, daß man einerseits für die Stabilität und Er-Haltbarkeit des Instrumentes, und andererseits für eineEinfachheit der Anwendung desselben Sorge tragen müsse,die eS allein möglich macht, dieselbe so wenig gebildeten undungeübten Händen zu überlasten, als eö die der Thurm-wärtcr sind. Er glaubte, vorzüglich in der ersten Bezie-hung, sich so nahe als möglich an die Einrichtung eineSgewöhnlichen Theodolithen halten zu müssen. Die Grund-idee für die Gestalt deö Instrumentes, daö er Toposcop(Ortschauer) nannte, die sich daraus, so wie auö den übri-gen, hier zu beachtenden zum Thcile örtlichen Umständenergab, theilte er zur Ausführung unserem trefflichen Vor-steher der astronomischen Werkstätte des k. k. polytechnischenInstitutes, Herrn Christian Stark, mit. Derselbeentsprach der Erwartung meines Vaterö so vollkommen,als wir nun schon seit Jahren von diesem Manne, unsererwahrhaften Stütze in allen ähnlichen Unternehmungen, eözu erfahren gewohnt sind.
Nachdem so die Grundlage des Ganzen festgestellt war,überließ mein Vater die Besorgung der weiteren Angelegen-heiten mir, und behielt sich bloß die Führung der Sache imAllgemeinen vor. Die Ausnahme der Vorstädte und Um-gebungen W i e n's mittelst des Toposcopes, welche da-bei) erfordert wurde, führte ich gemeinschaftlich mit HerrnI)v. I. G. Böhm, Assistenten der hiesigen Sternwarte,auS. Dafür, so wie für manchen anderen Freundschafts-Dienst, den seine Bereitwilligkeit dabey zu leisten Gele-genheit fand, spreche ich hier im Namen meines VaterSdessen Dank aus.
In der Meinung, daß daS von Wien gegebene Bei-spiel der Aufstellung eines Toposcop eö bald Nachah-mung finden dürfte, und cS dann dem Publicum erwünscht