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EINLEITUNG.
sind 2434 iimnatrikulirt worden. Davon sind 728, d. h. 29,9%, Baccalarien und 1(31, d. li. 6,6 °/ 0 ,Magister geworden. Von den Baccalarien haben 22,1% die Magisterwürde erworben. In denzehn Jahren von W. 1461 bis S. 1471 haben dagegen von 3586 Inscribirten 1279, d. li. 35,7 %, dasBaccalariat und nur 132, d. h. 3,6 %, das Magisterium erlangt, haben also nur 13,2 % der Baccalariendie Magisterprüfung mit Erfolg bestanden. In den zehn Jahren von W. 1491 bis S. 1501 sind3585 Scholaren intitulirt worden. Davon haben 1153 oder 32,2% das Baccalariatsexamen, 146 oder4,1 % das Magisterexamen gemacht. Nur 12,7 % der Baccalarien haben mithin die höchste Würdeder Facultät erworben. In den zehn Jahren von W. 1521 bis S. 1531 finden sich nur 1293 Imma-trikulirte, von denen 177 oder 13,7% Baccalarien und 4,9% Magister geworden sind. Die Zahlder Baccalarien ist damit erheblich geringer geworden, aber die Zahl derer, die noch das Magister-examen machten, hat sich bis auf 35,6% gehoben, ln den zehn Jahren von AY. 1541 bis S. 1551endlich sind 3234 inscribirt worden, von denen 511 oder 15,8% das Baccalariat, 120 oder 3,7%das Magisterexamen bestanden haben. Von den Baccalarien sind noch 23,5 % zum Magisterium ge-langt. Danach sind also von den Intitulirtcn zwischen 13,7 und 35,7%, genauer 27,9% zumBaccalariat, zwischen 3,(3 und 6,6%, genauer 4,8% zum Magisterium gekommen, und habenvon den Baccalarien zwischen 13,2 und 35,6%, genauer 20,9 % noch die Magisterprüfunggemacht.
Die Studienzeit war für die Bewerbung um das Baccalariat ziemlich kurz bemessen. Tliat-sächlich beträgt sie selten über vier Semester. Von den 43 Baccalarien der Michaelisprüfung imS. 1474 sind z. B. nur 9 oder 20,9 % vor S. 1472, von 73 Baccalarien des AY. 1499 nur 20 oder27,3 % vor AY. 1497, von 64 Baccalarien der Michaelisprüfung im S. 1513 sind nur 16 oder 25% vorS. 1511, von 22 Baccalarien des W. 1549 nur 4 oder 18% vor AA r . 1547 inscribirt worden. Unterdenen, die erst nach längerem Studium das Baccalariat erwarben, befinden sich allerdings Scholarenin recht hohen Semestern. Johannes Brüner von Münchberg im S. 1489 (S. 310) stand im 27.,Erasmus Grabitz von Leipzig im S. 1489 (S. 310) im 24., Lampertus Grawhar von Leipzig imS. 1493 (S. 336) im 24., Severinus Prewß von Begau im AY. 1499 (S. 371) im 30., Eridericus Coci deBuchen alias AYimpina im AY. 1494 (S. 345) im 34., Gangolplms Humclslniin von Leipzig im S. 1542(S. 666) im 39. und AYolfgangus Sybothus von Leipzig im AY. 1531 (S. 618) im 40. Semester. Manwürde aber doch irren, ivollte man aus dieser langen Studienzeit auf Trägheit des Scholaren schließen.Mag diese auch in einzelnen Fällen die Veranlassung zum Hinausschieben des Examens gewesen sein,so fällt doch bei dem Durchmustern der Promotionslistcn auf, daß unter den in den Listen an ersterStelle stehenden, also den an Semestern ältesten Baccalarien sich überwiegend Leipziger oder ausder nächsten Umgebung der Universitätsstadt stammende Scholaren befinden. Es handelte sichoffenbar zumeist um solche, die in sehr jungen Jahren, als Iniurati, in die Matrikel eingetragenworden waren. Kein AYunder, wenn so viele Leipziger Bürgersölme 20 und mehr Semester bedurften,um zum Baccalariat zu gelangen. Sie waren mit 7 oder 8 Jahren inscribirt worden und mußten da-her lange warten, ehe sie überhaupt die Erlaubnis hatten, die Prüfung abzulegen. Aber gerade diesein früher Jugend Inscribirten fallen, wenn es gilt, die durchschnittliche Dauer des zum Baccalariatführenden Studiums festzustellen, schwer ins Gewicht. Die 37 Baccalarien der Pfingstprüfung imS. 1468 (S. 210) sind z. B. durchschnittlich 5,6 Semester, die der Pfingstprüfung im S. 1489 (S. 310)nur 4,8, die der Pfingstprüfung im S. 1502 (S. 386) 7,3, die der Pfingstprüfung im S. 1510 (S. 456)5,7, die des AA ,r . 1532 (S. 623) 6,4 und die der Pfingstprüfung S. 1542 (S. 666) 10,3 Semester inscribirtgewesen. Durchschnittlich dauerte danach das Studium bis zum Baccalariat 6,7 Semester.
Außerordentlich schwankend ist auch die Länge der Studienzeit bei den Magistern. Dennbei ihnen kommt nicht nur in Betracht, daß sie häufig schon, zumal wenn sie Leipziger waren, alsKinder inscribirt wurden, sondern daß auch mancher als Baccalarius die Hochschule auf kürzere oderlängere Zeit verließ, um inzwischen die Mittel zu weiteren Studien zu erwerben. So brauchte derbacc. Thomas Martini von Grüuberg im AA T . 1482 (S. 280) 18 Semester, der bacc. Benedictus Zcigeler