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2 (1897) Die Promotionen von 1409 - 1559
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LXVII
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DIE PHILOSOPHISCHE EACULTÄT.

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früheren Eintragung hat der Corrector auch gesucht. Er fand glücklich im S. 1451 noch einen JohannesWirth als 18. unter den Polen. Er setzte hinzu de Lemberg und schrieb an den Handbaccalaurmsrenunciatus hinc anno Uft# 1 . In der That findet sich unter den Baccalarien des \Y. 1454 auf S. 1G1ein Johannes Wirth, zu dem nun der Corrector de Lemberg gesetzt hat. Aber er hat auch hier wiedereinen Irrthum begangen. Dieser Baccalar Johannes Wirth hat nehmlich seinen Platz zwischen Ilein-ricus Salchinger und Petrus Iloffmann. Jener ist im S. 1452 als 59., dieser in demselben Semester als67. Bayer inscribirt worden. Johannes Wirth muß also zwischen dem 59. und 67. Bayer daseihst sichfinden, und in der That steht dort Johannes Wirt de Lichtensteyn, der im IV. 1456 die Magisterwürdeerworben hat und nach seiner Stelle als Magistraml im W. 1454 Baccalar geworden sein muß. DerCorrector hat offenbar vergebens nach der Inscription seines Vorfahren Johannes Wirtli von Löwen-berg gesucht, und da er ihn nicht fand, die Eintragung durch eine Corrcctur nachträglich herzu-stellen versucht und daneben einen anderen Vorfahren willkürlich zum Baccalar gemacht, in beidenFällen also die Matrikel gefälscht, Ein anderes nicht uninteressantes Beispiel für die Wichtigkeit derInnehaltung der Inscriptionsfolge gibt das W. 1490. Es sollen dort (S. 321) 60 Baccalarien promo-virt worden sein, aber die Liste zählt nur 59 Namen. Einer ist also ausgefallen, und dieser eine läßtsich vermittelst der Universitätsmatrikel mit größter Wahrscheinlichkeit nachweisen. Die meistender Baccalarien dieses Semesters, nämlich von 2259, sind im S. 1489 in die Universitätsmatrikeleingetragen worden. Der Bector des W. 1490 Thomas Fabri von Herrieden hat dort die Gebühren-nachzahlungen sorgfältig verzeichnet. Sie muß sich daher auch bei dem Uebergangenen finden. Beidem 88. Bayer Johannes Cerdonis de Buchßcm ist nun aber, eben von Fabris Hand, dt. xgr. nach-getragen worden. Er muß sich also später zur Promotion gemeldet haben. Da er aber in keineranderen Promovirtenliste auftaucht, so wird er es sein, der zwischen Johannes Czugkmantel undGeorgius Köfferlis (S. 322) ausgefallen ist.

Häufig genug waren in der Universitätsmatrikel die Nationen in falscher Reihenfolge auf-geführt worden und hatten spätere Rectoren durch Buchstaben, die sie an den Rand setzten, die Irr-tlhimer berichtigt. Diese Berichtigungen sind hei den Verzeichnissen der Baccalarienpromotionenganz außer Acht gelassen worden 284 ). Die Reihenfolge der Nationen in der Matrikel, mochte siefalsch sein oder nicht, hatte allein Geltung. Oft auch ist es geschehen, daß Jemand hei einer anderenNation inmiatrikulirt worden ist, als zu der er nach seiner Herkunft gehörte. Auch hier hat man,selbst dann, wenn hei der Promotion der Felder entdeckt wurde, die alte Reihenfolge in der Regelbeobachtet, So findet man im W. 1467 auf S. 209 als 59. Baccalarius Rubinus Rubini eingetragen,der nach der Stelle, wo er steht, im S. 1466 zwischen dem 35. und 40. Sachsen inscribirt wordensein müßte. Dort hat er auch ursprünglich seinen Platz gehabt, Aber man hat ilm dort wegradirtund ihn als Ruwinus Ruyni de Stolberg als drittletzten bei den Meißncrn eingeschoben. Auf dieReihenfolge hei der Promotion hat diese Corrcctur indessen keinen Einfluß mehr gehabt. Ausnahmenvon dieser Regel kommen jedoch vor. So ist im S. 1495 (S. 349) Johannes Breme de Querfort(No. 25) hinter Blasius Busse als letzter der aus dem S. 1493 promovirten Sachsen genannt worden,obwohl er, da man ihn als 36. unter den Meißnern immatrikulirt hat, seinen Platz nach MichaelKlingcr (No. 31) hätte finden sollen. Vermuthlich hat er bei der Promotion seinen Anspruch, zu denSachsen gerechnet zu werden, durchgesetzt und ist er deshalb an das Ende der promovirten Sachsendieses Jahres gesetzt worden, obgleich man in der Universitätsmatrikel es für überflüssig gehaltenhat, ihm seinen richtigen Platz bei dieser Nation anzuweisen. Bei der Aufstellung der Reihenfolgenach der Inscription, wie für die Nachtragszahlungen, hat man bald die Handschrift A', bald A" der

ä84 ) Die ursprüngliche Reihenfolge der Nationen, die in der Ausgabe der Matrikel nach den dort an-gegebenen Hinweisen berichtigt worden ist, ist z. B. in den Promotionslisten des S. 144G, S. 1452, S. 145G, W. 1456,S. 1457, W. 1457, S. 1458, W. 1477, S. 1480, W. 1482, S. 1483, W. 1483, W. 1487, S. 1497, S. 1506, S. 1510 bei-behalten worden.

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