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2 (1897) Die Promotionen von 1409 - 1559
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XLIV
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EINLEITUNG.

Frome de Iuterbogk und Wilkinus Fabri sind im Winter 1440 promovirt worden und haben vermuth-lich im W. 1443 Aufnahme in das Consilium gefunden. Damals unterließ man es also leider, weiter-hin die Mitglieder des Consiliums aufzuzeichnen, und es ist dies um so mehr zu bedauern, als diePromotionsverzeichnisse der nächsten Jahre die Aufnahme ins Consilium in der Regel mit Still-schweigen übergehen.

Als im S. 1447 Johannes Wyse von Rostock das Decanat übernahm, sah er sich, da in-zwischen die Promotionslisten das Verzeichnis der Facultätsfeste erreicht hatten, genöthigt, dieHandschrift zu erweitern. Es wurden 6 Lagen zu je 10 Blättern, eine Lage zu 12 Blättern, vondenen aber 2 durch Ilerausschneidcn entfernt worden sind, und endlich eine Lage von 8 Blättern,von denen man später die letzten 4 herausgeschnitten hat, angeheftet. Auf der Rückseite des4. Blattes begann eine Abschrift derjenigen Statuten, deren öffentliche Verlesung angeordnet war,unter der Uebersclirift Subsequencia legenda sunt promoveri volentibus ad gradum baccalaureatusin artibus tempore dispensacionis et etiam tempore introitus. Diese Abschrift umfaßte die folgendendrei Blätter und weitere Lagen, die späterhin entfernt worden sind. Wahrscheinlich ist es, daß, wieFr. Zarncke vermuthet 136 ), Johannes Wyse diese Abschrift selbst veranlaßte.

Für die nächsten Jahre reichten die angehefteten Lagen aus. Aber der Decan des W. 1483,Martin Furmann von Könitz, gerieth bei der Niederschrift der Promotionen seines Semesters, dieauf Bl. 112 jetziger Zählung begann, auf die Vorderseite des Blattes, dessen Rückseite schon denAnfang der Statuta legibilia enthielt, und schrieb hier sein Verzeichnis zu Ende. Sollten aber seineNachfolger mit den weiteren Eintragungen nach den Statuta legibilia fortfahren? Das ging nicht au.Der Zusammenhang wäre damit zerrissen worden. Furman sorgte daher selbst noch für die Zu-kunft. Er legte ein Heft von 10 Blättern (113122 jetziger Zählung) nach Bl. 112 ein und wieder-holte hier die Namen, die auf der Vorderseite desjenigen Blattes standen, dessen Rückseite den Be-ginn der Statuten enthielt. Damit war von neuem Platz geschaffen worden. Heinrich Heideier,Furmans Nachfolger, unterließ, wir wissen nicht aus welchem Grunde, die Eintragung. MöglicherWeise war das ganze Convolut durch das Nachheften locker und unhandlich geworden. Jedenfallsaber war es der nächste Decan, Nicolaus Thein, der Ordnung zu schaffen suchte. Er ließ die Sta-tuten, mit denen die Handschrift begann, abtrennen, die vier Blätter am Schluß, die mit den folgendenLagen die Statuta legibilia enthielten, absclmeiden und daraus ein besonderes Statutenbuch bilden.Auf der Vorderseite des ersten Blattes lesen wir noch das Ende der Eintragungen Furmans, die zutilgen man den vergeblichen Versuch gemacht hat.

Nicolaus Thein ließ außer der Lage Furmans noch 10 Lagen zu je 10 Bl., Bl. 123224jetziger Zählung einheften und das Ganze in der vorliegenden Gestalt binden. Denselben Einbanderhielt zugleich das Statutenbuch. Auch hier kehrt in der Pressung des dunkelbraunen Leders, mitdenen die Holzdeckel überzogen sind, das Spruchband mit dem Namen Maria wieder.

Leider hat man beim Einbinden der Promotionsverzeichnisse die Pergamentblätter, derenRänder durch den Gebrauch etwas schadhaft geworden waren, so scharf beschnitten, daß da-durch einige Namen zerstört worden sind. Thein selbst hat keine Zeit mehr gefunden, sein Decanateinzutragen, vermuthlich weil sich das Einbinden des Buches bis in das Decanat seines Nachfolgersverzögerte. So fiel sein Decanat im Promotionsbuch, wie das seines Vorgängers, aus. JohannesLireke, Decan im S. 1485, war es, der den Band wieder in Gebrauch nahm. Seitdem ist das Ver-zeichnis nicht wieder unterbrochen worden. Mit dem Decanat des Johannes Rogge im S. 1513 endetder erste Band.

Auf der inneren Seite des vorderen Deckels legte eine Hand des ausgehenden 15. Jahr-hunderts unter dem Titel Ordo deoanorum faoultatis artium u in drei Spalten ein Verzeichnis der

ll)0 ) Urkundliche Quellen 827.