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EINLEITUNG.
es vocaliscli gebraucht wird, außer in Diphthongen, u eingesetzt. Wurde jedoch bei w, u oder virgend ein leiser Zweifel hinsichtlich der Lesart laut, so ist die von der Handschrift überlieferteForm beibehalten worden. Daß im Uebrigen die Namen möglichst getreu wiedergegeben wordensind, bedarf keiner Bemerkung.
Wer sich mit Handschriften des 15. Jahrhunderts beschäftigt hat, weiß, daß u und n, miund un oder nu, ferner in, m und ni u. s. w., c und t, auch e und o und f und f häufig nur sehr schwerund bei einzelnen unleserlichen Handschriften kaum zu unterscheiden sind. Auf jede mögliche andereDeutung eines Namens durch Hinzufügen eines Fragezeichens hinzuweisen, hielt ich bei der großenMenge solcher Fälle für zwecklos. Ich habe mich daher begnügt, die Lesart, die nach sorgfältigerErwägung der Züge die Vorlage am genauesten wiederzugeben schien, in den Text aufgenommen.Daß dabei Irrthümer zumal dort Vorkommen konnten, wo es sich um Namen handelte, die demVerfasser unbekannt waren, ließ sich nicht vermeiden. Ich gebe mich aber der Hoffnung hin, daßjeder, der sich mit Gelehrten-, Local- oder Familiengeschichte beschäftigt und daher an die großeAbwechselung in der Orthographie, ja willkürliche Veränderung der Eigennamen, die dem 15. und16. Jahrhundert eigen sind, gewöhnt ist, die gesuchten Namen auch dann erkennen wird, wenn siedurch die nachlässige Handschrift der Rectoren oder durch das leicht erklärliche Verlesen desHerausgebers in etwas anderer Gestalt erscheinen. Auch bei ganz augenscheinlichen Fehlern derHandschrift habe ich es unterlassen, in Eigennamen etwas zu verbessern. Vermuthungen, wiebegründet sie auch sein mochten, konnten allzu leicht Irrthümer im Gefolge haben. Erst derRegisterband wird darüber Aufschluß geben, wie viele Namen, die von den Rectoren verschriebenworden sind, zu lesen sein werden.
Zusätze des Herausgebers im Text sind immer in eckiger Klammer gegeben worden. Nichtselten sind, wie wir sahen, die Zusätze, die spätere Rectoren zu den Eintragungen gemacht haben.Falls sie sich auf die Inscription selbst beziehen, habe ich sie in cursivem Druck in den Text selbstaufgenommen. Handelt es sich aber um Nachträge über später erlangte Würden, verwandtschaftlicheVerhältnisse zu anderen Personen, Vermerke über Relegation, Exclusion oder Resignation, so sind sieausnahmslos in die Noten verwiesen worden. Wo es, z. B. bei dem Nachtrag einer geistlichen oderacademischen Würde, unklar erschien, ob der Inscribirte sie schon bei der Aufnahme zur Universitätbesessen oder nach seinem Abgänge erreicht hat, mußte die Wahrscheinlichkeit, für die häufig derStandort des Nachtrags einen Anhalt bot, entscheiden.
Correcturen in den Eigennamen, die von späterer, aber noch alter Hand herrühren, habeich in cursiven Typen in den Text aufgenommen, Hinweise dagegen, wie Hände, Ilermelinschwänz-chen, Kreuze, NB u. s. w., da bei ihrer Verwendung keine Regel galt, sondern sie ihr Entstehen denverschiedenartigsten Interessen verdanken, die spätere Leser an den Namen hatten, nicht berücksichtigt.
Daß im 15. Jahrhundert die Eigennamen vielfach ldein geschrieben wurden, ist allgemeinbekannt. Völlig zwecklos erschien es mir, diese Willkür im Gebrauche der großen und kleinenBuchstaben nachzuahmen. Grundsätzlich habe ich mich der großen Buchstaben, die für das Augeein nicht zu entbehrendes, werthvolles Hilfsmittel bei raschem Uehersehen eines Textes sind, zumal,wenn er nur aus Namenreihen besteht, bei allen Eigennamen und den von ihnen hergeleitetenAdjectiven bedient.
Die Namen der Intitulirten, die excludirt oder relegirt worden sind oder auf den Genuß derPrivilegien der Hochschule durch öffentliche Erklärung verzichtet haben, sind, soweit ihr Ausscheidenin der Matrikel selbst angemerkt oder aus anderen Zeichen offenbar wird, durch ein Paragraphen-zeichen, die Namen derer hingegen, die sich nur in einer der beiden Handschriften der Matrikelfinden, durch ein Kreuz hervorgehoben worden. Ein vor dem Namen stehender Stern besagt, daßder Intitulirte nach der Angabe der Matrikel selbst zu einer falschen Nation geschrieben worden ist.Ich habe ihn dann bei der Nummerirung übergangen und in eckiger Klammer an den Schluß derrichtigen Nation gesetzt und dort mitgezählt.