Druckschrift 
Beurtheilung der im Jahr 1838 gegründeten Preussischen Rentenversicherungs-Anstalt mit Verbesserungs-Vorschlägen
Entstehung
Seite
73
Einzelbild herunterladen
 

73

man denn keinen Anstoß daran findet, daß die Dienst-kandidaten im Allgemeinen wünschen, daß ihnen diealtern Angestellten Platz machen mögen. Wichtiger istder schon berührte Einwurf gegen die Tontine, daß siezwar Aussicht ans eine hohe, aber nnr im höchsten Le-bensalter erreichbare Rente gewähre. Es käme nnndarauf an, das gegenseitige Beerben so zn benützen, daßden Teilnehmern der Rent.-Vers.-Anst. mittelst desselbenschon in dem Alter, wo die Hülfsbedürftigkeit beginnt,den Genuß einer, wenn anch nicht sehr großen, doch er-giebigen, und im Verhältniß zu der Einlage bedeutendenRente verschafft würde. Dieser Zweck wäre unseresErachtens durch die Verbiuduug des gegenseitigen Veer-bens mit dem Ankauf einer gewöhnlichen Lebensrentezu erreichen. Wie wir dieses verstehen, wird sich ausfolgenden Dorschlägen ergeben:

1) Die Theiluehmer der Rent.-Vers.-Anst. werdennach dem Alter in Classen abgetheilt, wobei der Grundsatz,daß nur Personen von gleichem Alter in dieselbe Classegehören, jedenfalls schärfer durchgeführt werden müßte, alses nach den Statuten der Rent.-Vers -Anst. der Fall ist.

2) Jeder Classe wird als ursprüngliche Rente dasgewöhnliche Interesse aus den eingelegten Kapitalienausgesetzt, so viel es nach Abzug der Verwaltuugskostenbeträgt.