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Lfg. 15 (1840) oder: Handbuch der biblischen Alterthumskunde / von Jos. Frz. Allioli ; 1. Lfg.
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Assyriern, Babyloniern und Aegyptern heftig von den Propheten getadelt(Js. 7.: ZK37. Osee 5, 8.: 7, Ii.), denn die Israeliten kamen dadurchnicht nur in die Gefahr der Abgötterei, sondern sündigten auch gegen dasVertrauen auf die Hilfe des Gottkönigs. Beruhte das Bündniß mit aus-wärtigen Völkern nicht aus einer sündhaften Zuneigung, auf Kaltsinn gegenGott und Gesetz, so waren sie nicht fehlerhaft und wurden geduldet. Des.gleichen waren die Freundschaftsverhältnisse Davids mit den Königen vonTyrus und Emat, Solomons mit den Königen von Tyrus, Aegypten undder Königin von Saba, dys Bündniß der Machabäer mit den Römern.

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Sollte Israel seine Selbstständigkeit erhalten, so war ein gut organi-sirtes Kriegswesen nöthig. Zur Zeit Mosis, der die Israeliten in die Schuledes Krieges einführte, finden wir schon ein ziemlich organisi'rtes Heer. Siczogen in geordneten Kolonnen mit allgemeiner Bewaffnung der Mannschaftvon einem gewissen Alter (4. Mos. i, 25.) aus Aegypten, und bestanden inder Wüste siegreiche Kämpfe (2. Mos. 12, 51.: 13, 17.). Unter Josucmußten sie Chanaan erobern, das ihnen auf allen Punkten streitig gemachtwurde, wodurch sie sich, zum kriegerischen Volke zu bilden, fortwährendenAnlaß hatten. Ihre Eroberungen zeugen von ihrer Kriegsfertigkeit, obwohlsie immer nur durch den Beistand Gottes siegten. Unter den Richtern wur-den sie zwar öfter von den mit ihnen noch in Chanaan wohnenden Chana-nitern und den angränzendcn Völkern unterjocht, so oft sie von Gott undseinem Gesetze abließen; aber im Ganzen hielten sie doch ihren Feinden dasGleichgewicht. Saul machte den Anfang zu einer stehenden Landmiliz vondrei tausend Mann, nachdem vorher nur allgemeine Landesbcwaffnung beimAusbruche irgend eines Krieges üblich war, und David erhöhte die Zahl auf288,000, von welchem immer 24,000, als der zwölfte Theil wechselweise einenMonat Dienste thun mußten (1. Par. 27.). Solomon, der in den letzterenJahren seiner Regierung heidnische Sitten annahm, gab auch dem Kriegs-wesen eine der auswärtigen Sitte angepaßte Einrichtung, indem er Reitereiund Streitwagen einführte (3. Kön. 9, 19.: 10, 26.) gegen dasGesetz (5. Mos. 17,6.), welches diese größte Starke der heidnischenHeere nicht angewandt wissen wollte, damit Israel seine größte Stärke inseinem Vertrauen auf Gott habe. Auch die späteren Könige bedienten sichderselben, erfuhren aber deßhalb den härtesten Tadel von den Propheten, und