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wurden durch häufige Niederlagen von Gott gestraft. Unter den Königenwar besonders Ozias (811 v. Chr.) auf Verbesserung des Kriegswesensbedacht, durch die Fortisikation seiner Plätze. Bedeutende Fortschritte machtendie Juden nie darin; so wie die Kriegskunst im Alterthum überhaupt aufsehr niedriger Stufe blieb. In den Zeiten der Machabäer kamen die Judenin die Kriegsschule der Roth, als sie sich wider die auf ihre Vernichtungausgehende Tyrannei der syrischen Könige erhoben. Dabei that wohl Man-ches eine geregelte Kriegskunst, welche die machabaischcn Brüder den Griechenablernten, aber ihre Siege waren mehr der Erfolg ihrer Tapferkeit und Be-geisterung, so wie des göttlichen Schutzes, als menschlicher Kunst. In demletzten Kriege mit den Römern fochten die Juden wohl hartnäckig, aber derrömischen Taktik waren sie um so weniger gewachsen, als sie des Kriegesseit längerer Zeit entwöhnt waren.
133.
Die Verpflichtung zum Kriegsdienste traf jeden Israeliten, wüPfcheln-lich vom zwanzigsten (2. Mos. 30, 10. ff. 1. Par. 23, 24. 27,) bis zumfünfzigsten Jahre, bis zu welchem Jahre der Levitendienst bestimmt wap(4. Mos. 3, 1—36.: 4, 30.: 8, 23—26.). Das Geschäft der Conscriptionbesorgten die Schoterim (h. 30.), wahrscheinlich nur zu bestimmten Zeiten.Erst beim bevorstehenden Kriege geschah die Einberufung durch Boten undAusbruchsignale von Bergen (Nicht. 6, 34.: 7, 23.: 1. Kön. 11, 7. Jsa.13, 2—4.: 18, 3.). Unter der versammelten Mannschaft konnten sichgesetzlich vom wirklichen Auszuge in den Krieg lossagen: die, welche einHaus gebaut und noch nicht bezogen hatten, einen Wein- oder Olivengartengepflanzt und die Früchte noch nicht genossen hatten, ein Weib genommenund die Ehe noch picht vollzogen, oder noch nicht ein Jahr damit gelebt hat-ten, denn Kultur und Bevölkerung litten ohnedieß durch den Krieg, endlichdie Furchtsamen, wenn sie die Schande der Feigheit mit sich nach Hausenehmen wollten (5. Mos. 20, 5—8.); diese leisteten im Kriege nicht nurselbst keine Dienste, sondern konnten auch noch verderblich auf Andere wirken.Die Soldaten bekamen im Alterthume keinen Sold, sondern mußten für ihreZehrung sorgen; doch wurden sie auf andere Weise entschädigt. Bei denAegyptern erhielt jeder 12 Morgen Acker, die von allen Abgaben frei waren;diese verpachteten sie gegen Zinsen an Ackerleute und bezogen davon ihrenUnterhalt. Ucbcrhaupt gehörte die Beute den Soldaten (1. Kön. 31, 8.: