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Lfg. 15 (1840) oder: Handbuch der biblischen Alterthumskunde / von Jos. Frz. Allioli ; 1. Lfg.
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um es selbst auf die Richtstätte zu tragen. Dieses hatte die Gestalt eines Xoder "j" oder wie Tertullian (näv. ^ntiones 1, 12.) berichtet: 8i stn-tueris lrnininein ntunidus exponsis imnginenr ernvis keeeris. In derMitte des senkrechten Balkens hatte es einen hervorragenden Pflock, auf wel-chen sich der Onviurins setzen mußte, um dem Leib einige Haltung zu ver-schaffen. Irenaus (sclv. llneres. 2, 42.) sagt deßhalb: Ixss llslntus cru-vis tines et sommitntes lmlzet tzninizue, änns in longituclinein, ännsin latitnclinkin, et unsm in meclio, nk»i re^uissoit, r^ii ein vis conÜAi-tur. Daher kommen auch die Ausdrücke: nvutn vrnee secksrs, ernei ins»i^uitnri. Seit Gregorius von Tour (<ls Isnäs 8. Nnrtvr. e. 6.) habenEinige diesen Rcitpflock in ein Fußgestell umgewandelt, aber gegen die Zeug-nisse des Alterthums (Hnlinasins <le ernes, llnlixtus sx^enä. lb -ipsinmäe crnce.). Allerdings mag er indeß schon sehr früh von den Abbildungenweggelassen worden seyn. Da nämlich bald das Kreuz Zeichen jeder Aus-zeichnung wurde, und als solches ohne den Gekreuzigten und also auch ohneden Reitpflock abgebildet wurde, so ließ man diesen auch dann bald weg,wenn der Gekreuzigte mitvorgestellt wurde.

84.

Beim Auszuge zur Richtstätte trug einer der Soldaten eine weißeTafel vor dem Eruciurius her, worauf der Name, das Vaterland und dasVerbrechen desselben geschrieben stand. Auf der Nichtstätte selbst wurdezuerst das Kreuz aufgerichtet, und in die Erde befestigt. Dieß erhellt deut-lich aus Josephus Flavius (Jüd. Krieg. 7, 6, 4.), der von der Begnadi-gung eines zum Kreuzestode Verurtheilten spricht, nachdem das Kreuz schonerrichtet war, und daraus deuten auch die Ausdrücke: tollers in crueem,nseenäere in crncsm, snlire in vrueein. Die Annagelung Christi andas auf der Erde liegende Kreuz, ist daher eine irrige Vorstellung, die keinenGrund in irgend einem alten Zeugnisse hat. Nach der Errichtung desKreuzes ward der Verurtheilte ganz entkleidet. Dieß haben sich die älternKirchenlehrer auch bei Jesus nicht anders gedacht (^ug. 6. Oivit. vsi 16, 2.^mlzros. 1. 10 in Dncmn.) In jüngerer Zeit offenbarte die heil. Birgitta,Jesus habe ein kleines Leintuch sich selbst mit umbinden helfen (llevel. I. 4.c. 70.). Dem Entkleideten reichten die Juden ihrer Gewohnheit gemäß(Spr. 31, 6.) Gewürz-Wein, d. i. einen mit Opiaten gewürzten Wein, umihn damit zu betäuben. Dieser Trank wurde auch Jesu gereicht (Marc. IS,