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hängen desselben an einen Baum oder Pfahl, so doch daß er nicht überNacht hängen blieb (5. Mos. 21, 23.), welches im Abschen auf Christi Ab-nahme vom Kreuze verordnet wurde (Ivan. 19, 31.: Gal. 3, 13.); «?) dasSteinigen des Grabes, oder Errichtung des Schandhaufens (Jos. 7, 26.:
2. Kön. 18, 17.). Andere Todesarten, welche bei andern Völkern üblichwaren, und in den heil. Schriften erwähnt werden, sind: Die Verbrennungdes lebenden Verbrechers in einem Ofen (Dan. 3. Jer. 29, 22.), die Zer-fleischung durch wilde Thiere (Dan. 6.), später in Amphitheatern, die Ab-schncidung einzelner Glieder (Nicht. 1, 7.), vgl. Odyss. 22, 475. Herodot
3, 13. Diodor 1, 12.; das Schlagen eines am Pfahl Aufgehängten biszum Tode (2. Mach. 6, 19. Hebr. 11, 35.), das Zersägen nach der Länge(1. Par. 29, 3.), die Ermordung in der Asche (2. Mach. 13,4. ff.), die Kreu-zigung, die durch den Versöhnungstod des Heilandes besonders merkwürdiggeworden ist. Alle diese ausländischen Todesstrafen sind martcrvoll undgrausam, und geben Zeugniß von dem milden und menschlichen Geiste derisraelitischen Strafgesetzgcbung.
82.
Die römische Kreuzesstrafe war die schimpflichste Todcsart, welcher nurSklaven, Straßenräuber (Matth. 27, 38.), Meuchelmörder und Aufrührer(Vgl. Luc. 23, 1—5.) unterworfen wurden. Vor ihrer Ausführung wurdeder Verurtheilte gewöhnlich gegeißelt, was eine ebenfalls sehr harte undschimpfliche Strafe war. Die Geißelung geschah mit dünnen Stäbchen vonZweigen des Ulmbaumes, und wurde so grausam vollzogen, daß der Verur-theilte nicht selten dabei seinen Geist aufgab. Wenigstens sagt Ulpian (IIb.
üe poenis.): Mnistrorrmr iimnsniMto nmlti soll knijusinoüi ll-rKslIisinteriorunt. Bei Jesus wollte Pilatus die Geißelung als Mittel gebrauchen,die Juden zum Mitleide zu bewegen. Daß Jesus mit Dörnern gekröntwurde, war Muthwillen der römischen Soldaten, und gehörte nicht zur Gei-ßelung. Da er sich einen König nannte und ihre Imperatoren Lorbeerkränzeum die Schläfe trugen, wollten sie ihm einen Spottkranz.aus Dörnernmachen, wozu sie sich wahrscheinlich des um Jerusalem häufigen Ikliiimnus,des weißen Stechdornes bedienten.
83.
Nach der Geißelung wurde dem Beschuldigten das Urthcil gesprochen:jdiz all eruoem, und ihm das Kreuz, inkelire inknmo liginm», aufgelegt,