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Lfg. 15 (1840) oder: Handbuch der biblischen Alterthumskunde / von Jos. Frz. Allioli ; 1. Lfg.
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K7.

Die selbst während der Gefangenschast nicht ganz einflußlosen Stamm-häupter (Ezech. 14, 1: 20, 18.) blieben auch nach der Rückkehr in'SLand bei ihrem Ansehen. Aus ihrer Mitte ward Zorobabel zum Statthalter,Satrapen von Iudäa unter persischer Hoheit bestimmt (Agg. I, 1.) unddasselbe Amt verwaltete auch Nehemias (2. Esdr. 5, 14.). Als Vorsteherder einzelnen Provinzen standen die Satrapen des persischen Reiches unterden Großsatrapen, Großstatthaltern (^cdasedäktriideniin), die mehrere Pro-vinzen unter sich hatten (Dan. 3, 3. Esther 3, 12.). Nach Nehemias Todscheint immer der Hohepriester Statthalter gewesen zu sepn. Außer Zweifelist dieß unter der griechischen Herrschaft, unter welcher die Hohenpriester dieoberste Gewalt hatten, und die Abgaben, die an die griechischen Könige ent-weder nach Aegypten oder Syrien entrichtet werden mußten, in Pachtungnahmen. Die untergeordneten obrigkeitlichen Personen konnten sie ohneRücksprache mit der Landeshoheit bestellen; denn diese Vollmacht gibt Zrerxesausdrücklich dem Esdras (1. Esdr. 7, 25.).

68.

In der Periode der Freiheit und Unabhängigkeit wurde das Gesetz nachseinem ganzen Umfange in Vollzug gesetzt, weßhalb auch die theokratischenVerhältnisse wieder vollkommen eintraten. Gott wurde als König, sein hei-liges Gesetz als die Grundlage des Staates betrachtet. Die Hohenpriester,von denen Einige den Königstitel annahmen, waren Gottes Stellvertreterund übten die geistliche und weltliche Macht im vollkommensten Sinne.Einer derselben war es, der das Sanhcdrin, Synedrium, den hohen Rathbildete. Man ist nicht einig, unter welchem asmonäischen Fürsten diesesInstitut errichtet wurde, aber so viel ist gewiß, daß es schon vor Herodesbestanden hat; denn dieser wurde, wie Josephus Flavius erzählt, vor dasselbegerufen und erschien auch. Doch ist die Meinung derjenigen ungegründct,welche behaupten, es habe ununterbrochen seit Moses als Rath der siebenzigbestanden; denn es kommt bis auf Herodes bei Josephus keine Spur davonin der Geschichte vor. Der Rath zu Mosis Zeit war ein ganz anderer, einVerwaltungsrath, der nur das Ansehen Mosis stützen sollte, während dasSanhedrin eine Gerichtsstelle war.

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