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Gottes Borschristen setzten. So war der Grund des Reiches untergraben,es mußte sinken, jetzt aber — um nie wieder zu erstehen. Die Römer, ihremGrundsatze treu, sich in die Angelegenheiten fremder Völker zu mischen, umdaraus Bortheil zu ziehen, fanden bald Gelegenheit, sich auch in die jüdischenStreitigkeiten zu mengen und ihre Uebermacht geltend zu machen. Sie ent-schieden die Zwiste der Kronprätendenten, und setzten nach Belieben Regenten,die von ihnen abhängig waren, bis endlich Herodes, der Jdumäer, vonAntonius und August begünstigt die Regierung an sich riß, und der asmo-näischcn Dynastie ein Ende machte. Nach seinem Tode theilten seine Söhueunter dem Titel von Schnarchen und Tctrarchen das Reich, von dem Arche-laus mit dem Königstitcl Judäa besaß. Nach kurzer Regierung schicktenihn die Römer in's Elend und machten Judäa zu einer römischen Provinz.Die übrigen erhielten sich noch einige Zeit als abhängige Tctrarchen, bis dieSekte der Zeloten den jüdischen Krieg entflammte, Bespasian und Titus dasLand und Jerusalem eroberten, und das Reich der Juden unter den Trüm-mern ihres Tempels begraben ward.
65.
Aber es sank das irdische, sinnliche Reich, damit auf seinen Trümmerndas himmlische, dessen Borbild es war, sich erbaue und befestige. Es gingder irdische König unter in der vergänglichen Schönheit seiner Herrlichkeit,auf daß in unvergänglicher Herrlichkeit erscheine der König der Heiligkeit undGerechtigkeit, der sein Volk weide und regiere ewiglich. Es trat ab derirdische Hohepriester, und das irdische Heiligthum sank mit dem Tempel ein,damit der Eine ewige Hohepriester nach der Ordnung Melchisedechs erscheineund mit seinem Blute das Heiligthum der Gnade Allen zugänglich mache.Es ward zerstreuet und verworfen das sinnliche Volk, damit sich der Herr unterallen Völkern und Zungen ein geistiges Volk bereite, das er aus dem Landeder Knechtschaft und Sünde als himmlischer Jesus in's Land der ewigenRuhe führt.
66.
Die obrigkeitlichen Personen, welchen während des Zeitraumes dieserPeriode der israelitischen Staatsverfassung eine mehr oder minder beschränkteGewalt anvertraut war, gehörten entweder der persischen und griechischenOberhoheit, oder der Periode der Freiheit an, oder fallen in die Periode derrömischen Oberherrschaft.