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die vorzüglich darin bestand, daß er das Reich, welches in den letzten JahrenSauls in ein gemeines Weltreich auszuarten anfing, indem dieser Königungehorsam und eigenmächtig handelte, wieder auf seine ursprüngliche Bestim-mung zurückbrachte, Staat Gottes zu seyn, eine heilige Gemeinde, geweihtdem Herrn. Darum war seine exste Handlung nach seinem Regierungsantrittedem Hciligthume der Nation, dem heil. Zelte und der Lade Gottes einenSitz auf Sion zu bereiten (2. Kön. 6.), damit ganz Israel einen Mittel-punkt hätte, um dem es unter dem Schutze des Königs sich versammeln,und für seinen Gottkönig begeistern könnte. In der demüthigcn Gesinnungeines Knechtes des Herrn geleitete er das Heiligthum auf Sion, seinenWohnsitz zu Jerusalem, und wie sehr er stets für seinen Gottkönig begeistert war,bezeugen seine Lieder (S. Ps. 144, 1.: 20, 2.: 83, 4.: 97, 6>), mit denener so wie durch mancherlei Anstalten den Gottesdienst hob und verherrlichte.In der Kraft dieser Gesinnung war er auch allenthalben siegreich und standin gefürchteter Größe vor allen Völkern ringsum da.
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Salomen trat Anfangs in die Fußstapfen seines Vaters. Als eingehorsamer Vasall bat er um Weisheit, und der Herr gab sie ihm, und erward seines Volkes weiser Richter und Beglücker. Juda und Israel ver-mehrten sich, und saßen und waren fröhlich ein Jeder unter seinem Wcinstockund Feigenbaum von Dan bis Beersabee. Was David für die vollkom-mene Feststellung der theokratischen Verhältnisse nicht mehr thun konnte, demHerrn einen Tempel zu bauen, geschah durch Salomon. Mit dem Tempelerhielt nicht nur der mosaische Gottesdienst seine vorzüglichste Stütze, seineäußerliche Vollendung und volle Ausübung, der Tempel hatte auch auf dasStaatsverhältniß der Israeliten, aus die Anerkennung ihres Gottkönigs undden nationalen Gemeingeist den entschiedensten Einfluß. Durch den Tempelerhielt Israel einen nationalen Mittelpunkt. Da nach religiöser Vorschrift keinIsraelit anderswo opfern und seine Feste feiern durfte, so mußte sich dieNation immer in ihrer Gesammtheit dabei versammeln, und die, welche sichaußerdem immer fremd geblieben wären, wurden sich nahe gebracht. Da ver-schwand das partielle Interesse der Stämme. Bei dem Einen Gottc, indem Einen Hause mußte gleiche Begeisterung, gleiche Liebe zu König undVaterland bei Allen erweckt werden. Darum konnte auch nur auf denTrümmern dieses Hauses ihr politisches Leben erlöschen. Als die ganze