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Lfg. 15 (1840) oder: Handbuch der biblischen Alterthumskunde / von Jos. Frz. Allioli ; 1. Lfg.
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oder auf außerordentliche Art durch Propheten (1. Kön. 16, 13: 4. Kön.s, 1. ff.). Die Wahl geschah nicht unwiderruflich, sondern das Königthumging für König und Stamm verloren, wenn ihn Gott nicht mehr als gehor-samen Vasallen erkannte (I. Kön. 15, 7. ff.) Der von Gott gewählteKönig vererbte die Herrschast auf seinen erstgebornen Sohn. Darüber hatdas Gesetz zwar keine ausdrückliche Bestimmung, aber es liegt schon imRechte der Erstgebornen. Jndeß kommen auch hierin Ausnahmen vor(3. Kön. 1, 43.). Die Wahl durch das Volk (4. Kön. 21, 24: 23, 30)und durch Imperatoren (3. Kön. 10, 11.: 4. Kön. 10, 11. 17.: 11, I.)war gesetzwidrig, stellte sich aber faktisch für jene Zeit fest.

49.

Nach dem Königsgesetze ist der König nicht nur abhängig von Gott,sondern auch vom Gesetze, und muß ein Eiferer dafür seyn (5. Mos. 17,18.).Hienach hatte er die Pflicht, die Religion zu schützen, gegen alle Angriffe zuwahren, insbesondere aber die Abgötterei als das erste Majestätsverbrechen,als Verläugnung und Abschwörung des Gottkönigs auszurotten (1. Kön. 28, 9.).

50.

Endlich soll nach diesem Gesetze die Sitte des Königs ganz verschiedenvon jener der heidnischen Könige seyn (5. Mos. 17, 19. ff.). Aller Ueppigkeitabhold, soll er weder große Schätze sammeln, noch viele Weiber halten, nochsich auf den Kriegsfuß eines Eroberers stellen, sondern in allem dem Gesetzetreu auf den Herrn vertrauen. Wirklich waren die Laster der Ueppigkeitund der Eroberungssucht jene, welche die heidnischen Staaten des Orientsauszeichneten. Durch unsäglichen Luxus waren die Könige die Geißeln ihrerUnterthanen, und ihre Kriege vollendeten das Elend, unter welchem die alteWelt seufzte.

51.

Der von Göll gewählte König wurde gesalbt (1. Kön. 10, 1.: 16,13: 3. Kön. 1, 34.: 4. Kön. 11, 12.) zum Sinnbilde der Stärkung vonGott, weßhalb der König der Gesalbte iVInsollisoll, Christus hieß (2. Kön.1, 14 16.). Die Salbung verrichtete entweder der Hohepriester oder inaußerordentlicher Eigenschaft ein Prophet, zwar nicht mit dem heiligen Salböl,das nur auf des Hohenpriesters Haupt kommen durste (2. Mos. 30, 37.),