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Lfg. 15 (1840) oder: Handbuch der biblischen Alterthumskunde / von Jos. Frz. Allioli ; 1. Lfg.
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Religion und des Staates, die Chananiter, vertreiben, und blieben so aufihre Stammgenossen beschränkt, mit denen sie zwar einzelne Großthaten ver-richteten, die aber für das Ganze wieder verloren gingen. Israel bedursteeines Herrschers, der die vereinzelten Kräfte sammeln, den Erbfeind des Lan-des vertreiben und auf dem gereinigten Boden den theokratischen Staat neuzu erbauen verstände. So ein Herrscher war ein theokratischer, mit vollkomm-ner Gewalt versehener, kräftig einschreitender König.

III. Theokratisch - königliche Periode unter den Königen.

44.

Die Israeliten fühlten selbst, daß sie in die Länge ihren Feinden nichtwiderstehen würden, und fühlten es besonders in den letzten Zeiten der Rich-ter, als unter den Richtern Heli und Samuel die Philister immer mächtigerwurden, die südlich gelegenen Stämme immer mehr bedrängt wurden und dienördlichen Stämme ihre Brüder ohne Hilfe ließen. Bon einem Könige, derherrschte in der Weise anderer Könige, hofften sie Hilfe. Darum traten sievor Samuel, und verlangten einen König, der sie richte nach der Weise an-derer Völker. Diese Rede mißsiel dem Samuel und er betete zu Gott; aberder Herr mißbilligte zwar das Begehren des Volkes, gestattete aber doch dieEinführung des Königthums (I. Kön. 8).

45.

Gott mißbilligte das Königthum:

1) weil die Israeliten es in der Art verlangten, wie es die heidnischenVölker hatten. Sie wollten einen nichttheokratischcn König; ein solcher waraber dem ganzen Geiste der israelitischen Verfassung entgegen;

2) weil sie etwas verlangten, das zum großen Nachthcile für sie aus-fallen konnte, indem die Regierung des Königs in betrübende Zwinghcrrschaftausarten konnte, was auch Samuel, der milde herrschende Richter (1. Kön.12, 3 4), ihnen zu bedenken gab (1. Kön. 8);

3) weil es von ihnen als das einzige Mittel angesehen ward, sich vonihren Feinden unabhängig zu machen. Dieß war es nicht. Hätten sie sichbei ihrem theokratischen Mittelpunkte, dem heiligen Zelte, vereinigt, da selbsteinen Anführer gewählt, hätten sie, von Gemeingeist belebt, alle Eifersucht und