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Autorität bilden. Ist der Talmud eigentliche Quelle des jüngern Iudenthumsund der in den späteren Zeiten sich bildenden traditionellen Lehren, so sindseine Ausschlüsse über das tiefere Alterthum nur mit großer Vorsicht zu be-nützen, da es den jüdischen Lehrern im allgemeinen an scharfer Critik fehlt.Noch mehr gilt dieß von den späteren rabbinischen Schriften. °)
2) lVliolma ellul, et illustravit 8m'0>illu8iu8. 1ti98 — 1793. Eine
deutsche Uebcrsetzung der Mischna lieferte Rabe. Onolzbach 1700 — 63.
Eine der neuesten und vollständigsten Ausgaben der babylonischen Gemara istdie, welche im I. 1806 bei Anton Schneid in Wien in 12 Foliobanden erschienen ist.Von dem Zerusalemischen Talmud kam außer der altern zu Venedig eine AnSgabe imZ. 1806 in Krakau zu Stande. S. auch Wolf Libl. ll-br. T. II. p. 679 ff.
9.
II. Schriftliche von andern Völkern.
n) Griechische und römische Schriftsteller.
Sie sind ihrer hohen Bildung wegen, und weil sie zum Theil Zeitge-nossen einiger biblischen Schriftsteller waren, von besonderem Interesse auchfür das biblische Altcrthum. Da indeß die Griechen und Römer erst spät inunmittelbare Berührung mit den Juden kamen, und diese in der frühern Zeitsich in strenger Absonderung von allen Völkern hielten, so sind die griechischenund römischen Berichte über frühere Zustände der Juden mit großer Vorsichtzu gebrauchen, indem sie nicht selten nur auf dem Hörensagen beruhen undnur Unzusammenhängendes enthalten.
2) stonn. Reiskn cli8se>-tatio 60 801'iptorum roman. stiulaicam elrca luatoi'iamkslsis narratiiniculis. Wolfenbüttel 1691.
10.
b) Morgenländische Schriftsteller.
Wären die schriftlichen Denkmäler der alten morgenländischen Völkeraus uns gekommen, so würden sie für den biblischen Alterthumsforscher wich-tige Beiträge liefern; aber sie sind bis auf wenige Bruchstücke, die uns erstdurch die zweite und dritte Hand mitgetheilt wurden, verloren gegangen, undauch diese liefern nur höchst spärliche und unsichere Aufschlüsse. Die Geschichteder ägyptischen Dynastien von Manetho, Oberpriester von Heliopolis (260v. Chr.), wird theilweise von Josephus Flavius in seinem Werke wider Apionangeführt, enthält aber, wie sich daraus entnehmen läßt, viele Ungereimtheiten,die sich mit dem, was die griechischen und römischen Schriftsteller über agyp-