tische Zustände vorgebracht haben, nicht vereinbaren lassen. Die phönizischeGeschichte von Sanchuniaton, der um die Zeit des hebräischen Richters Gi-deon gelebt haben soll, reicht bis zur Weltschöpfung zurück, über welche merk-würdige Ansichten mitgethcilt werden; aber Alles haben wir nur in Bruch-stücken, die Eusebius im 1. und 1V. Buch der pruspuratio evun^. aufbe-wahrt hat, und auch diese tragen das Gepräge großer Unzuverläßigkeit, sodaß sie in neuester Zeit rücksichtlich ihrer Glaubwürdigkeit sehr in Anspruchgenommen worden sind. Die Geschichte von Berosus, einem Priester desBei um die Zeit des Manetho, behandelte in drei Büchern die chaldäischcn,assyrischen, babylonischen und medischen Alterthümer, wovon uns JosephusEusebius und Syncellus mehrere für die israelitische Geschichte schätzbare Frag-mente erhalten haben, die von Richter (kerosi frsAmenta) gesammelt wor-den sind. Die älteste Religionsurkunde der Perser, die Zend-Avesta, d. i.Lebcnslchre, wirft, so merkwürdig sie an und für sich für den Altcrthumsfor-scher ist, auf die religiösen Zustände und Lehren der Hebräer nur sparsamesLicht, und wie überhaupt die religiösen Lehrmeinungen der alten morgenlän-dischen Völker nur mit großer Vorsicht zur Erläuterung der hebräischen Reli-gionslehrc zu benützen sind, gilt dieß insbesondere von der zur Zeit der ba-bylonischen Gefangenschaft verfaßten Lebenslehre, um wohl zu prüfen, ob diegegenseitigen Berührungen von der Art seyen, daß sie eine gegenseitige Mit-theilung begründen. Von der jüngern seit der Verbreitung des Islams ent-standenen arabischen Literatur gewähren besonders die geographischen Werkeviele Ausbeute, so wie die arabischen und persischen Geschichtschreiber undDichter über die Eigentümlichkeiten des vorder-asiatischen Orients überhauptdas willkommenste Licht verbreiten.
11.
e) Jüngere abendländische Schriftsteller.
Unter den griechischen und lateinischen Vätern haben insbesondere Eu-sebius und Hieronymus durch das Onemastieon M'llinm et leoorom su-erue Scripturse, welches von Eusebius verfaßt, von Hieronymus lateinischumgearbeitet worden ist, die örtlichen Verhältnisse des biblischen Schauplatzesungemein ausgehellt. Ihnen reihen sich die (Zsstu I)ei per Iruueos sive»rientuliuiu expeditionum fHuunu 1611. 2 fei. eci. .lue. Konkurs),eine Sammlung von Berichten der Theilnchmer an den Kreuzzügen, unveine große Anzahl von Neiscbeschrcibungen gelehrter Europäer an. Von die-