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Der Pcibst Leo X las seiner Schwester und den Eardinälen„bis in die tiefe Nacht" die Ooeanioa des Anghiera vor.„Spanien", sagt dieser, „möchte ich von jetzt an nicht wiederverlassen, weil ich hier an der Quelle der Nachrichten ausden neu entdeckten Ländern stehe und als Geschichtsschreiberso großer Begebenheiten hoffen darf meinem Namen einigenRuhm bei der Nachwelt zu verschaffen."^ So lebhaftwurde von den Zeitgenossen gefühlt, was glänzend in denspätesten Erinnerungen aller Jahrhunderte leben wird.
Columbuö, indem er das westlich von dem Meridiander azorischen Inseln noch ganz unerforschte Meer durch-schiffte und zur Ortsbestimmung das neu vervollkommneteAstrolabium anwandte, suchte das östliche Asien auf demWege gegen Westen nicht als ein Abenteurer; er suchte eönach einem festen vorgefaßten Plane. Er hatte allerdingsdie Seekarte am Bord, welche ihm der florentiner Arzt undAstronom Paolo ToScanelli 1477 geschickt hatte und welche53 Jahre nach seinem Tode noch Bartholomäus de las Casasbesaß. Nach der handschriftlichen Geschichte des letzteren, dieich untersucht, war dies auch die Carla eis marear-°, welcheder Admiral am 25 September 1492 dem Martin AlonsoPinzon zeigte und auf der mehrere vorliegende Inseln ein-gezeichnet waren. Wäre indeß Columbus der Carte seinesRathgeberS ToScanelli allein gefolgt, so würde er einennördlicheren Curö und zwar im Parallelkreise von Lissabongehalten haben; er steuerte dagegen, in der Hoffnung Zi-pangu (Japan) schneller zu erreichen, die Hälfte des Wegesin der Breite der canarischen Insel Gomera, und später,in Breite abnehmend, befand er sich am 7 October 1492unter 25° Unruhig darüber die Küsten von Zipang»