nicht zu entdecken, die er nach seiner Schiffsrechnung schon216 Seemeilen östlicher hatte finden sollen, gab er nachlangem Streite dem Befehlshaber der Caravele Pinta,dem eben genannten Martin Alonso Pinzon (einem der dreireichen, einflußvollen, ihm feindlichen Brüder), nach undsteuerte gegen Südwest. Diese Veränderung der Richtungführte am 12 October zur Entdeckung von Guanahani.
Wir müssen hier bei einer Betrachtung verweilen, dieeine wundersame Verkettung kleiner Begebenheiten und dennicht zu verkennenden Einfluß einer solchen Verkettung aufgroße Weltschicksale offenbart. Der verdienstvolle WashingtonIrving hat mit Recht behauptet, daß, wenn Kolumbus,dem Rarhe des Martin Alonso Pinzon widerstehend, fort-gefahren hätte gegen Westen zu segeln, er in den warmenGolfstrom gerathen wäre und nach Florida und von dortvielleicht nach dem Cap Hatteras und Virginien würde ge-führt worden sein- ein Umstand von unermeßlicher Wichtig-keit, da er den jetzigen Vereinigten Staaten von Nordamerikastatt einer spät angelangten protestantisch-englischen Bevöl-kerung eine catholisch-spanische hätte geben können. „Es istmir", sagte Pinzon zu dem Admiral, „wie eine Einge-bung sei cor«o-on ms cla), daß wir anders steuern müssen."Auch behauptete er deshalb in dem berühmten Processe, der(1513 —1515) gegen die Erben des Columbus geführtwurde, daß die Entdeckung von Amerika ihm allein gehöre.Die Eingebung aber und, „was das Herz ihm sagte",verdankte Pinzon, wie in demselben Proceß ein alter Ma-trose aus Moguer erzählt, dem Flug einer Schaar vonPapageien, die er Abends hatte gegen Südwesten fliegensehen, um, wie er vermuthen konnte, in einem Gebüsch am