III. Cnltur von Tropengewächse» — Contraftirende Infam-mcnstellung der Pstanzengeftalte» — Eindruck des ghyflagnomi-fchen Charakters der Vegetation, fo weit Pflanzungen diesenEindruck hervorbringen können.
Die Wirkung der Landschaftmalerei ist, trotz der Ver-vielfältigung ihrer Erzeugnisse durch Kupferstiche und durchdie neueste Vervollkommnung der Lithographie, doch be-schränkter und minder anregend als der Eindruck, welchender unmittelbare Anblick erotischer Pflanzengruppen in Ge-wächshäusern und freien Anlagen auf die für Naturschön-heit empfänglichen Gcmüther macht» Ich habe mich schonfrüher auf meine eigene Jugenderfahrung berufen; ich habedaran erinnert, wie der Anblick eines colossalen Drachen-baums und einer Fächerpalmc in einem alten Thurme deSbotanischen Gartens bei Berlin den ersten Keim unwider-stehlicher Sehnsucht nach fernen Reisen in mich gelegt hatte.Wer ernst in seinen Erinnerungen zu dem hinaufsteigenkann, was den ersten Anlaß zu einer ganzen Lebensbestiim-mung gab, wird diese Macht sinnlicher Eindrücke nichtverkennen.
Ich unterscheide hier den pittoresken Eindruck derPslanzengestaltung von den Hülfsmitteln des anschaulichenbotanischen Studiums; ich unterscheide Pstanzengruppen,die durch Größe und Masse sich auszeichnen (an einandergedrängte Gruppen von Pisang und Heliconien, abwechselnd