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2 (1847)
Entstehung
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was sie, auf den einsamen Wegen der Gedankenent-wickelung, dem Schatze des reinen mathematischen Wissenshinzufügten. Nach den neuesten Arbeiten, welche in Eng-land, Frankreich und Deutschland ^ über die Geschichteder Mathematik unternommen worden sind, ist die Algebrader Araber wie aus zwei lange von einander unabhängigfließenden Strömen, einem indischen und einem griechischen,ursprünglich entstanden". Das Compendium der Algebra,welches auf Befehl deö Chalifen Al-Mamun der arabischeMathematiker Mohammed Ben-Musa (der Chowarezmier)verfaßte, gründet sich, wie mein so früh dahingeschiedenergelehrter Freund Friedrich Rosen erwiesen hat nicht aufDiophantus, sondern auf indisches Wissen; ja schon unterAlmansor am Ende des achten Jahrhunderts waren indischeAstronomen an den glänzenden Hof der Abbassiden berufen.Diophantus wurde nach Casiri und Colebrooke erst gegendas Ende des zehnten Jahrhunderts von Abul-Wefa Buz-jani ins Arabische übersetzt. Was bei den alten indischenAlgebristen soll vermißt werden, die von Satz zu Satz fort-schreitende Begründung des Erlangten, hatten die Araber deralerandrinischen Schule zu verdanken. Ein so schönes vonihnen vermehrtes Erbtheil ging im zwölften Jahrhundertedurch Johannes Hispalensis und Gerhard von Cremona in dieeuropäische Litteratur des Mittelalters über."In denalgebraischen Werken der Inder findet sich die allgemeineLösung der unbestimmten Gleichungen des ersten Gradesund eine weiter ausgebildete Behandlung derer des zweitenals in den auf uns gekommenen Schriften der Alexandriner;es unterliegt daher keinem Zweifel, daß, wären die Werkeder Inder zwei Jahrhunderte früher und nicht erst in