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2 (1847)
Entstehung
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scheint mir besonders erfreulich, daß er so oft und immer mitVorliebe an den Einfluß erinnert, welchen die Natur auf dieGesittung und geistige EntWickelung der Menschheit ausge-übt hat. Nur die Anknüpfungspunkte sind selten glücklichgewählt (VII, 24-47; XXV, 2; XXVI, 1; XXXV, 2;XXXVI, 24; XXXVII, 1). Die Natur der Mineral-und Pflanzenstoffe z. B. sührt zu einem Fragment aus derGeschichte der bildenden Künste, einem Fragmente, dasfür den heutigen Stand unseres Wissens freilich wichtigergeworden ist als fast alles, was wir von beschreibenderNaturgeschichte aus dem Werke schöpfen können.

Der Styl des Plinius hat mehr Geist und Leben alseigentliche Größe; er ist selten malerisch bezeichnend. Manfühlt, daß der Verfasser seine Eindrücke nicht aus der freienNatur, so viel er auch diese unter sehr verschiedenen Him-melsstrichen genossen, sondern aus Büchern geschöpft hat.Eine ernste, trübe Färbung ist über das Ganze ausgegossen.In diese sentimentale Stimmung ist Bitterkeit gemischt, sooft die Zustände des Menschengeschlechts und seine Bestim-mung berührt werden. Fast wie in Cicero"", doch inminderer Einfachheit der Diction, wird dann als aufrich-tend und tröstlich geschildert der Blick in das große Welt-ganze der Natur.

Der Schluß der Iiis torig naturalis des Plinius,des größten römischen Denkmals, welches der Litteraturdes Mittelalters vererbt wurde, ist in dem ächten Geisteeiner Weltbeschreibung abgefaßt. Er enthält, wie wir ihnerst seit 1831 kennen'", einen Blick auf die vergleichendeNaturgeschichte der Länder in verschiedenen Zonen, dasLob des südlichen Europa'ö zwischen den natürlichen Gren-