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unterzuordnen, den Gesichtspunkt einer vergleichendenNaturkunde festzuhalten. Die Keime zu solchen höheren,nicht bloß orographischen, sondern wahrhaft geognostischenAnsichten liegen in Eratosthenes und Strabo; der ersterewird ein einziges Mal, der zweite nie benutzt. Aus deranatomischen Thiergeschichte des Aristoteles hat Pliniusweder die auf die Hauptverschiedenheit der inneren Orga-nisation gegründete Eintheilung in große Thierclassen, nochden Sinn für die allein sichere Jnductions-Methode inVerallgemeinerung der Resultate zu schöpfen gewußt.
Mit pantheistischcn Betrachtungen anhebend, steigtPlinius aus den Himmelsräumen zum Irdischen herab.Wie er die Nothwendigkeit anerkennt der Natur Kräfte undHerrlichkeit ^naturas vis atguo masostas) als ein großesund zusammenwirkendes Ganzes darzustellen (ich erinnerean das Motto auf dem Titel meiner Schrift), so unter-scheidet er auch, im Eingange des 3ten Buches, generelleund specielle Erdkunde; aber dieser Unterschied wird baldwieder vernachlässigt, wenn er sich in die dürre Nomen-clatur von Ländern, Bergen und Flüssen versenkt. Dengrößeren Theil der Bücher VIII —XXVII, XXXIII undXXXIV, XXXVI und XXXVII füllen Verzeichnisse ausden drei Reichen der Natur aus. Der jüngere Pliniuscharakterisirt in einem seiner Briefe die Arbeit des Oheimssehr richtig als ein „inhaltschweres und gelehrtes Werk, dasnicht minder mannigfaltig als die Natur selbst ist sopus üillu-«um, «zruclitum, noo minus varium guam ipsa natura)".Manches, das dem Plinius zum Vorwurf gemacht wordenist, als wäre es eine unnöthige und zu fremdartige Ein-mischung, bin ich geneigt hier lobend hervorzuheben. Es