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Europa und Asien. „Es ist sehr wohl möglich", sagt er^,„ daß in demselben gemäßigten Erdgürtel nahe an dem Pa-rallelkreise von Thinä (oder Athen?), welcher durch dasatlantische Meer geht, außer der von uns bewohnten Weltnoch eine andere oder selbst mehrere liegen, mit Menschenbevölkert, die von uns verschieden sind." Es muß Wundernehmen, daß dieser Ausspruch nicht die Aufmerksamkeit derspanischen Schriftsteller auf sich gezogen hat, welche amAnfang des sechzehnten Jahrhunderts überall in den Klassi-kern Spuren einer Kenntniß des neuen Welttheils zu findenglaubten.
„Wie bei allen Kunstwerken", sagt Strabo schön, „dieetwas großes darstellen sollen, es nicht vorzüglich auf dieVollendung einzelnerThcile ankommt", so wolle er „in seinemRiesenwerke" auch vor allem den Blick auf die Gestaltungdes Ganzen heften. Dieser Hang nach Verallgemeinerungder Ideen hat ihn nicht abgehalten gleichzeitig eine großeZahl trefflicher physikalischer, besonders geognostischer Re-sultate^ aufzustellen. Er behandelt wie Posidonius undPolybius den Einfluß der schneller oder langsamer auf ein-ander folgenden Durchgänge der Sonne durch den Zenithauf das Maximum der Luftwärme unter dem Wendekreiseoder dem Aequator; die mannigfaltigen Ursachen der Ver-änderungen, welche die Erdfläche erlitten; den Durchbruchursprünglich abgeschlossener Seen; das allgemeine, schonvon Archimedes anerkannte Niveau der Meere; die Strö-mungen derselben; die Eruption unterseeischer Vulkane,Muschelversteinerungen und Fischabdrücke; ja, was ammeisten unsere Aufmerksamkeit auf sich zieht, weil es derKern der neueren Geognosie geworden ist, die periodischen