Druckschrift 
2 (1847)
Entstehung
Seite
221
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Donali fortgepflanzt, und Bewegungen nach entgegengesetztenRichtungen haben in dem nördlichen Gebiete des altenContinents einen Theil des Menschengeschlechts mit demanderen zuerst in feindlichen, später in cvmmerciellen fried-lichen Contaet gebracht. So werden große Volksströmungen,fortschreitend wie die Strömungen des Oceans zwischenruhenden unbewegten Massen, Begebenheiten von kosmischerBedeutung.

Unter der Regierung des Kaisers Claudius kam dieGesandtschaft des Rachias aus Ceylon über Aegypten nachRom. Unter dem Marcus Aurelius Antoninus (bei denGeschichtsschreibern der Dynastie der Han An-tun genannt)erschienen römische Legaten am chinesischen Hofe. Siewaren zu Wasser über Tunkin gekommen. Wir bezeichnenhier die ersten Spuren eines ausgebreiteten Verkehrs deöRömerreiches mit China und Indien schon deshalb, weilhöchst wahrscheinlich durch diesen Verkehr in beide Länder,ohngefähr in den ersten Jahrhunderten unserer Zeitrechnung,die Kenntniß der griechischen Sphäre, deS griechischen Thier-kreises und der astrologischen Planetenwoche verbreitet wor-den ist. ^ Die großen indischen Mathematiker Warahami-hira, Brahmagupta und vielleicht selbst Aryabhatta sindneuer als die Periode, die wir hier schildern;^ aber wasfrüher schon auf ganz einsameil, abgesonderten Wegen inIndien entdeckt war und diesem altgebildeten Volke ursprüng-lich zugehört, kann auch vor Diophantuö durch den unterden Lagiden und Cäsaren so ausgebreiteten Welthandeltheilweise in den Occident eingedrungen sein. Es soll hiernicht unternommen werden abzusondern, was jedem Völker-stamme und jeder Zcitepoche eigentümlich ist; es ist genug