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politischen Zustand der ungeheuren Länderstrecke, die sichzwischen dem vulkanischen Himmelsgebirge (Thian-schan)und der Kette des nördlichen Tübet (dem Kucn-lün) hin-zieht. Eine chinesische Kriegsmacht bedrängte die Hiungnu,machte zinsbar die kleinen Reiche von Khotan nnd Kaschgar,und trug ihre siegreichen Waffen bis an die östliche Küstedes caspischen Meeres. Das ist die große Erpedition desFeldherrn Pantschab unter dem Kaiser Mingti aus derDynastie der Han. Sie fällt in die Zeiten des Vespasianund Domitianus. Chinesische Schriftsteller schreiben sogardem kühnen und glücklichen Feldherrn einen großartigerenPlan zu; sie behaupten, er habe das Reich der Römer(Tathsin) angreifen wollen, aber die Perser hätten ihnabgemahnt. 46 So entstanden Verbindungen zwischen denKüsten des stillen Meeres, dem Schensi und jenem Orus-Gebiete, in welchem von früher Zeit her ein lebhafterHandel mit dem schwarzen Meere getrieben wurde.
Die Richtung der großen Völkerfluthcn in Asien warvon Osten nach Westen, in dem Neuen kontinente vonNorden gegen Süden. Anderthalb Jahrhunderte vor unsererZeitrechnung, fast zur Zeit der Zerstörung von Korinth undKarthago, gab der Anfall der Hiungnu (eines türkischenStammes, den Deguignes und Johannes Müller mit denfinnischen Hunnen verwechseln) auf die blonde und blau-äugige, wahrscheinlich indogermanische Race4> der Ducti(Geten?) und Usün, nahe an der chinesischen Mauer, denersten Anstoß zu der Völkerwanderung, welche dieGrenzen von Europa erst um ein halbes Jahrtausend späterberührte. So hat sich langsam die Völkerwelle vom oberenFlußthal des Huangho nach Westen bis zum Don und zur