griechische. Dieses Eindringen zweier hochbegabter, an lit-terarischen Denkmalen reicher Idiome wurde ein Mittel dergrößeren Verschmelzung und Einigung der Volksstämme,ein Mittel zugleich die Gesittung und Bildungsfähigkeit zuvermehren, „den Menschen (wie Plinius ^ sagt) menschlichzu machen und ihm ein gemeinsames Vaterland zu geben".So viel Verachtung auch im ganzen der Sprache der Bar-baren (der stummen, «//lwova« nach Pollur) zugewandtwar, gab es doch einzelne Beispiele, daß in Rom, nachdem Vorbilde der Lagidcn, die Uebertragung eines littera-rischen Werkes aus dem Punischen in das Lateinische be-fördert wurde. Die Schrift des Mago vom Ackerbau istbekanntlich auf Befehl des römischen Senats übersetztworden.
Wenn das Weltreich der Römer im Westen des altenKontinents, wenigstens an der nördlichen Küste deS Mittel-meeres, schon das heilige Vorgebirge, also das äußersteEnde erreicht hatte, so erstreckte es sich in Osten selbstunter Trajan, der den Tigris beschiffte, doch nur bis zumMeridian des persischen Meerbusens. Nach dieser Seitehin war in der Periode, welche wir schildern, der Fort-schritt des Völkerverkehrs, des für die Erdkunde wichtigenLand Handels am größten. Nach dem Sturze des grie-chisch-bactrischen Reiches begünstigte dazu die aufblühendeMacht der Arsaciden den Verkehr mit den Serern; dochwar derselbe nur ein mittelbarer, indem der unmittelbareContact der Römer mit Inner-Asien durch den lebhaftenZwischenhandel der Parther gestört wurde. Bewegungen,die aus dem fernsten China ausgingen, veränderten stür-misch schnell, wenn auch nicht aus eine lange Dauer, den