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2 (1847)
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betrieben und durch eine herrliche Kunststraße mit Coptosin Verbindung gesetzt. 22

Allen diesen Anstalten und Unternehmungen der Lagi-den, den mercantilcn wie den wissenschaftlichen, lag einunaufhaltsames Streben nach dem Ganzen und Fernen,die Idee des Anknüpfens und der vermittelnden Einigung,des Umfassens großer Massen von Verhältnissen und An-schauungen zum Grunde. Eine so fruchtbringende Richtungder hellenischen Gedankenwelt, lange im Stillen vorbereitet,war durch Alexanders Heerzüge, durch seinen Versuch denWesten mit dem Osten zu verschmelzen zu einer großartigenManifestation gelangt. Sie charakteristrt in ihrer Erwei-terung unter den Lagiden die Epoche, deren Bild ich hierentwerfe; sie darf als ein wichtiger Fortschritt zur Erkennt-niß eines Weltganzen betrachtet werden.

In so fern nun zu dieser wachsenden Erkenntniß Reich-thum und Fülle der Anschauungen erforderlich sind, konnteder Verkehr Aegyptens mit fernen Ländern, konnten wissen-schaftliche Untersuchungsreisen in Aethiopien auf Kostender Regierung 23, ferne Strauß- und Elephantenjagden^,Menagerien wilder und seltener Thiere in denKönigs-häusern vom Bruchium" anregend zum Studium der Natur-geschichte 2s wirken und den Anforderungen des empirischenWissens genügen; aber der eigentümliche Charakter derptolemäischen Epoche wie der ganzen alerandrinischenSchule, die ihre besondere Richtung bis in das dritte undvierte Jahrhundert behielt, offenbarte sich auf einem ande-ren Wege, minder im Selbstbeobachten des Einzelnen alsin dem mühevollen Zusammenfassen des Vorhandenen, inder Anordnung, Begleichung und geistigen Befruchtung