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Drei große Regenten, die ersten drei Ptolemäer, derenRegierung ein ganzes Jahrhundert ausfüllt, haben, durch ihreLiebe für die Wissenschaften, durch die glänzendsten Anstaltenzur Beförderung geistiger Bildung und durch ununterbrochenesStreben nach Erweiterung des Seehandels, der Natur-undLänderkenntniß einen Zuwachs verschafft, wie derselbe bis dahinnoch von keinem Volke errungen worden war. Dieser Schatzacht wissenschaftlicher Cultur ging von den in Aegypten ange-siedelten Hellenen zu den Römern über. Schon unter Ptole-mäus Philadelphus, kaum ein halbes Jahrhundert nach demTode Alexanders (selbst eher als der erste punische Krieg denaristocratischen Freistaat der Carthager erschütterte), warAlerandria der größte Handelsplatz der Welt. Ueber Ale-randria ging der nächste und bequemste Weg von dem Beckendes Mittelmeers nach dem südöstlichen Afrika, nach Arabienund Indien. Die Lagiden haben die Straße des Weltver-kehrs, welche die Natur durch die Richtung des arabischenMeerbusens gleichsam vorgezeichnet ^ , mit beispiellosemErfolge benutzt: eine Straße, die ihr Recht in vollemMaaße erst dann wird wieder gelten lassen, wenn die Ver-wilderung des morgenländischen Lebens und die störendeEifersucht der abendländischen Mächte gleichzeitig abnehmen.Selbst als Aegypten eine römische Provinz wurde, blieb esder Sitz eines unermeßlichen Reichthums, da der wachsendeLurus von Rom unter den Cäsaren auf das Nilland zurück-wirkte und die Mittel seiner Befriedigung hauptsächlich indem Weltverkehr von Alerandria fand.
Die wichtige Erweiterung der Natur- und Länder-kenntniß unter den Lagiden war gegründet auf den Cara-vanenhandel in dem Inneren von Afrika über Cyrene und