Druckschrift 
2 (1847)
Entstehung
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des Ktesias von Cnidus, der 17 Jahre lang als Leibarztdes Artarerres Mnemvn am persischen Hoflager lebte, un-vollkommen, ja fast mir dem Namen nach gekannt war,davon wurde jetzt in dem Abendlande durch die macedoni-schen Ansiedelungen eine sichrere Kunde verbreitet. Esgehören dahin: die bewässerten Reißselder, von deren CulturAristobulus besondere Nachricht gegeben; die Baumwollen-staude, wie die feinen Gewebe und das Papier zu welchenjene Staude den Stoff lieferte; Gewürze und Opium; Weinaus Reiß und aus dem Saft der Palme, deren Sanökritnametals uns bei Arrian erhalten ist 24; Zucker aus Zuckerrohr^,freilich oft in griechischen und römischen Schriftstellern mitdem Tabaschir des Bambusrohres verwechselt; Wolle vongroßen Bombar-Bäumen Shawls aus tübetischer Ziegen-wolle, seidene (serische) Gewebes Oel aus weißem Se-samum (sanskr. lila), Rosenöl und andere Wohlgerüche;Lack (sanskr. läkscliä, in der Vulgärsprache I-ckklm)und endlich der gehärtete indische Wutzstahl.

Neben der materiellen Kenntniß dieser Producte, welchebald ein Gegenstand des großen Welthandels wurden undvon welchen die Seleuciden 2s mehrere nach Arabien ver-pflanzten, verschaffte der Anblick einer so reich geschmücktensubtropischen Natur den Hellenen noch geistige Genüsseanderer Art. Große und niegesehene Thier- und Pflanzen-gestalten erfüllten die Einbildungskraft mit anregenden Bil-dern. Schriftsteller, deren nüchtern-wissenschaftliche Schreib-art sonst aller Begeisterung fremd bleibt, werden dichterisch,wenn sie beschreiben die Sitten der Elephanten; dieHöheder Bäume, deren Gipfel mit einem Pfeile nicht erreichtwerden kann, deren Blätter größer als die Schilde des