Druckschrift 
2 (1847)
Entstehung
Seite
175
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Vor »er dorischen und äolischen Wanderung war dasböotische Orchomenvs, nahe vein nördlichsten Ende des SeesKopais, ein durch Handelsverkehr reicher Seestaat derMinyer. Die Argofahrt aber begann in Jolkos, demHauptsitz der lhessalischen Minyer am pagasetischen Meer-busen. Zu verschiedenen Zeiten mannigfach umgestaltet,hat sich das Local der Sage, als Ziel und Endpunkt desUnternehmens statt des unbestimmten Fernlandes Aea,an die Mündung des Phasis (Nion) und an Kolchis, einenSitz älterer Eultur, gebunden. Die Seefahrten der Milesierund ihre zahlreichen Pflanzstädte am Pontus verschaffteneine genauere Kenntniß von der Ost- und Nordgrenze desMeeres. Sie gaben dem geographischen Theilc der Mythebestimmtere Umrisse. Eine wichtige Reihe neuer Ansichtenbot sich gleichzeitig dar. Von dem nahen easpischen Meerekannte man lange nur das westliche Gestade: noch Heca-täus hält dies westliche Gestade^ für das des kreisendenöstlichen Weltmeeres selbst. Erst der ehrwürdige Vater derGeschichte lehrte (was nach ihm sechs Jahrhunderte lang,bis Ptolemäus, wiederum bestritten ward), daß das caspischeMeer ein von allen Seiten geschlossenes Becken sei.

Auch der Völkerkunde ward in dem nordöstlichen Win-kel des schwarzen Meeres ein weites Feld eröffnet. Manerstaunte über die Vielzüngigkeit- der Stämme und dasBedürfniß geschickter Dolmetscher (der ersten Hülssmittelund roher Werkzeuge vergleichender Sprachkunde) wurdehier lebhaft gefühlt. Tauschhandel leitete von dem, über-mäßig groß geglaubten mäotischen Busen durch die Steppe,in welcher jetzt die mittlere Kirghisen-Horde weidet,durch eine Kette scythisch - scolotischer Völkerschaften (ich