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Nordwesten von Hellas die Heerstraße vordringender illyri-scher Stämme war, Die ägäische Inselwelt, welchetheilweise nach einander phönicischer, persischer und griechischerHerrschaft unterlag, war das vermittelnde Glied zwischendem Griechenthum und dem fernen Orient.
Als daS phrygische Reich dem lydischen nnd dieses demPerserreiche einverleibt wurde^ erweiterte der Content denJdeenkreis der asiatischen und europäischen Griechen. Diepersische Weltherrschaft erstreckte sich durch die kriegerischenUnternehmungen des Cambyses und Darius Hystaspis vonCyrene und dem Nil bis in die Fruchtländer des Euphratöund des Indus. Ein Grieche, Scylar von Karyanda,wurde gebraucht, den Lauf des Indus von dem damaligenGebiete von Kaschmir (Kaspapyrus 2l) bis zu seiner Mün-dung zu erforschen. Der Verkehr der Griechen mit Aegypten(mit Naucratis und dem pelusischen Nilarme) war schonlebhaft vor der persischen Eroberung, er war es unter Psam-mitich und Amasis. ^ Die hier geschilderten Verhältnisseentzogen viele Griechen dem heimischen Boden, nicht etwabloß bei Stiftung von fernen Colonien, deren wir spätererwähnen werden, sondern um als Söldner den Kernfremder Heere zu bilden: in Carthago^, Aegypten, Baby-lon, Persien und dem bactrischen Orus-Lande.
Ein tieferer Blick in die Individualität und volksthüm-liche Gestaltung der verschiedenen griechischen Stämme hatgezeigt, daß, wenn bei den Doriern und theilweise bei denAeoliern eine ernste, fast innungsartige Abgeschlossenheitherrscht, dem heiteren ionischen Stamme dagegen ein durchFvrschbegier und Thatkraft unaufhaltsam angeregtes, nachinnen und außen bewegtes Leben zuzuschreiben ist. Von