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so ist es darum nicht minder gewiß, daß die Hellenen dieBuchstabenschrift, welche sie lange phönicische Zeichennannten, durch den Handelsverkehr der Jonier mit denPhöniciern erhielten. 2° Nach den Ansichten, die sich seitChampollion's großer Entdeckung immer mehr über die frü-heren Zustände alphabetischer Schriftentwickelung verbreiten,ist die phönicische wie die ganze semitische Zeichenschrift alsein aus der Bilderschrift allerdings ursprünglich ausgegan-genes Lautalphabet zu betrachten, d. h. als ein solches,in dem die ideelle Bedeutung der Bildzeichen völlig unbeachtetbleibt und letztere nur phonetisch, als Lautzeichen, behandeltwerden. Ein solches Lautalphabet, seiner Natur und Grund-form nach ein Sylbenalp habet, war geeignet alle Be-dürfnisse graphischer Darstellung von dem Lautsysteme einerSprache zu befriedigen. „Als die semitische Schrift", sagtLepsius in seiner Abhandlung über die Alphabete, „nachEuropa zu indogermanischen Völkern überging, die durch-gängig eine weit höhere Tendenz zu strenger Sonderung derVocale und Konsonanten zeigen und hierzu durch die weithöhere Bedeutung des Vocalismus in ihren Sprachen geleitetwerden mußten, nahm man überaus wichtige und einfluß-reiche Veränderungen mit diesen Sylbenalphabeten vor." 2'Das Streben die Syllabität auszuheben fand bei den Hellenenseine volle Befriedigung. So verschaffte die Uebertragungder phönicischen Zeichen fast allen Küstenländern desMittelmcers, ja selbst der Nordwestküstc von Afrika, nichtbloß Erleichterung in dem materiellen Handelsverkehr undein gemeinsames Band, das viele Kulturvölker umschlang:nein die Buchstabenschrift, durch ihre graphische Biegsamkeitverallgemeinert, war zu etwas höherem berufen. Sie wurde
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