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kräftig entwickelte. Die Eröffnung der ägyptischen Häfenunter Psammitich bezeichnet eine um so wichtigere Epoche,als bis dahin das Land wenigstens an seiner nördlichenKüste sich seit langer Zeit, wie jetzt noch Japan, gegenFremde völlig abgeschlossen hielt. ^
In der Aufzählung der nicht-hellenischen Culturvölker,welche das Becken des Mittelmeers, den ältesten Sitz undAusgangspunkt unseres Wissens, umwohnen, reihen wir hieran die Aegypter die Phönicier an. Diese sind als die thä-tigsten Vermittler der Völkerverbindung vom indischen Meerebis in den Westen und Norden des alten Kontinents zu be-trachten. Eingeschränkt in manchen Sphären geistiger Bildung,den schönen Künsten mehr als den mechanischen entfremdet,nicht großartig-schöpferisch wie die sinnigeren Bewohner desNilthalö, haben die Phönicier doch als ein kühnes, all-bewegtes Handelsvolk, vorzüglich durch Ausführung vonKolonien, deren eine an politischer Macht die Mutterstadtweit übertraf, früher als alle anderen Stämme des Mittel-meerö auf den Umlauf der Ideen, auf die Bereicherungund Vielseitigkeit der Weltansichten gewirkt. Der phöni-cische Volksstamm hatte babylonisches Maaß und Gewichtauch, wenigstens seit der persischen Herrschaft, geprägte me-tallische Münze als Tauschmittel, das — sonderbar genug —den politisch, ja künstlerisch so ausgebildeten Aegyptern fehlte.Wodurch aber die Phönicier fast am meisten zu der Culturder Nationen beitrugen, mit denen sie in Contact traten,war die räumliche Verallgemeinerung und Mittheilung derBuchstabenschrift, deren sie sich schon längst selbst bedienten.Wenn auch die ganze Sagengeschichte einer angeblichen Koloniedes Kadmus in Böotien in mythisches Dunkel gehüllt bleibt,