159
längs dem erythräischen Meere sich unterworfen, bis erendlich im Weiterschiffen in ein Meer kam, das vor Seich-tigkeit nicht mehr schiffbar war."^> Diodor sagt bestimmt,daß Sesoosis (der große Ramses) in Indien bis über denGanges ging, auch Gefangene aus Babylon zurückführte.„Die einzige sichere Thatsache in Bezug auf die eigene alt-ägyptische Schifffahrt ist die, daß seit den frühesten Zeitendie Aegypter nicht bloß den Nil, sondern auch den arabi-schen Meerbusen befuhren. Die berühmten Kupferminenbei Wadi Magara auf der Sinai-Halbinsel wurden bereitsunter der ckäen Dynastie, unter Cheops-Chufu, bebaut.Bis zur 6ten Dynastie gehen die Inschriften von Hamamatan der Kossör-Straße, welche das Nilthal mit der westlichenKüste des rothen Meeres verband. Der Canal von Suezwurde unter Ramses dem Großen zu bauen versucht^, zu-nächst wohl wegen des Verkehrs mit dem arabischen Kupfer-lande." Größere nautische Unternehmungen, wie selbst dieso oft bestrittene, mir gar nicht unwahrscheinliche^ Um-seglung von Afrika unter Neku II (611 — 595 vor Chr.)wurden phönicischen Schiffen anvertraut. Fast um dieselbeZeit, etwas früher, unter Ncku's Vater Psammitich(Psemetek), und etwas später nach geendigtem Bürger-kriege unter Amasis (Aahmes) legten griechische Mieths-truppen und ihre Ansiedelung in Naucratis den Grund zubleibendem auswärtigem Handelsverkehr, zur Ausnahmefremder Elemente, zu dem allmäligen Eindringen des Helle-nismus in Nieder-Aegypten. Es war ein Keim geistigerFreiheit, größerer Unabhängigkeit von localisirenden Ein-flüssen, ein Keim, der sich in der Periode einer neuen Welt-gestaltung durch die macedonische Eroberung schnell und