Druckschrift 
2 (1847)
Entstehung
Seite
146
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Ahndung und wenigen wirklichen Beobachtungen über iso-lirte Naturgebiete begonnen hat, so glauben wir auch inder geschichtlichen Darstellung der Weltanschauung voneinem eingeschränkten Erdraume ausgehen zu müssen. Wirwählen das Meerbecken, um welches diejenigen Völkersich bewegt haben, auf deren Wissen unsere abendländischeCultur (die einzige fast ununterbrochen fortgeschrittene) zu-nächst gegründet ist. Man kann die Hauptströme bezeich-nen, welche die Elemente der Bildung und der erweitertenNaturansichten dem westlichen Europa zugeführt haben;aber bei der Vielfachheit dieser Ströme ist nicht ein einigerUrquell zu nennen. Tiefe Einsicht in die Kräfte der Natur,Erkenntniß der Natureinheit gehört nicht einem sogenanntenUr Volke an, für welches, nach dem Wechsel historischerAnsichten, bald ein semitischer Stamm im nord-chaldäischenArparad ^ (Arrapachitis des Ptolemäus), bald der Stamm derInder und Jranier im alten Zendlande 2 am Quellgebiet desOrus und Jarartes ausgegeben wurden. Die Geschichte, soweitste durch menschliche Zeugnisse begründet ist, kennt keinUrvolk, keinen einigen ersten Sitz der Cultur, keine Ur-physik, oder Naturweisheit, deren Glanz durch die sün-dige Barbarei späterer Jahrhunderte verdunkelt worden wäre.Der Geschichtsforscher durchbricht die vielen über einander ge-lagerten Nebelschichten shmbolisirender Mythen, um auf denfesten Boden zu gelangen, wo sich die ersten Keime mensch-licher Gesittung nach natürlichen Gesetzen entwickelt haben.Im grauen Alterthume, gleichsam am äußersten Horizontdes wahrhaft historischen Wissens, erblicken wir schon gleich-zeitig mehrere leuchtende Punkte, Centra der Cultur, diegegen einander strahlen: so Aegypten, auf daö wenigste