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2 (1847)
Entstehung
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Darstellung den Leser in den Stand setzen könne den Geist,in welchem ein so schwer zu begrenzendes Bild einst aus-zuführen wäre, leichter zu erfassen. Hier wie in dem Natur-gemälde, welches der erste Band des KoömoS enthält,wird nicht nach Vollständigkeit in Aufzählung von Einzel-heiten, sondern nach der klaren Entwickclung von leitendenIdeen getrachtet, solchen, welche einige der Wege bezeichnen,die der Physiker als Geschichtsforscher durchlaufen kann.Die Kenntniß von dem Zusammenhang der Begebenheitenund ihren Causalverhältnisscn wird als ein Gegebenes vor-ausgesetzt; die Begebenheiten brauchen nicht erzählt zu werden,es genügt sie zu nennen und den Einfluß zu bestimmen,den sie auf die allmälig anwachsende Erkenntniß eines Natur-ganzen ausgeübt haben. Vollständigkeit, ich glaube es wieder-holen zu müssen, ist hier weder zu erreichen noch als dasZiel eines solchen Unternehmens zu betrachten. Indem ichdies ausspreche, um meinem Werke vom Kosmos den eigen-thümlichen Charakter zu bewahren, der dasselbe allein aus-führbar macht, werde ich mich freilich von neuem dem Tadelderer aussetzen, welche weniger bei dem verweilen, was einBuch enthält, als bei dem, waS nach ihrer individuellen Ansichtdarin gesunden werden sollte. In den älteren Theilen der Ge-schichte bin ich geflissentlich weit umständlicher als in den neuerengewesen. Wo die Quellen sparsamer fließen, ist die Combinationschwieriger, und die aufgestellten Meinungen bedürfen dann derAnführung nicht allgemein bekannter Zeugnisse. Auch Ungleich-mäßigkeit in der Behandlung der Materien habe ich mir da freigestattet, wo es daraus ankam durch Aufzählung von Ein-zelheiten dem Vortrag ein belebenderes Interesse zu geben.

Wie die Erkenntniß eines Weltganzen mit intuitiver

A, v, Humboldt, Kosmos, II, l<)