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2 (1847)
Entstehung
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Sinn halten. Auch die Gestaltung der einzelnen Bäume, dieArt ihrer Verzweigung, die Richtung der Aeste, die Formihres Laubes werden mit besonderer Vorliebe behandelt.^

Wenn ich der, leider! zu langsam unter uns verschwin-denden Abneigung gegen die chinesische Litteratur nicht nach-gebe und bei den Naturanstchten eines Zeitgenossen Friedrichsdes Großen nur zu lange verweilt bin, so ist es hier umso mehr meine Pflicht sieben und ein halbes Jahrhundertweiter hinaufzusteigen und an das Gartengedicht des See-ma-kuang, eines berühmten Staatsmannes, zu erinnern.Die Anlagen, welche das Gedicht beschreibt, sind freilichtheilweise voller Baulichkeiten, nach Art der alten italischenVillen; aber der Minister besingt auch eine Einsiedelei, diezwischen Felsen liegt und von hohen Tannen umgeben ist.Er lobt die freie Aussicht auf den breiten, vielbeschisstenStrom Klang; er fürchtet selbst die Freunde nicht, wenn siekommen, ihm ihre Gedichte vorzulesen, weil sie auch dieseinigen anhören. ^ See-ma-kuang schrieb um das Jahr 1086,als in Deutschland die Poesie in den Händen einer rohenGeistlichkeit, nicht einmal in der vaterländischen Sprache auftrat.

Damals, und vielleicht ein halbes Jahrtausend früher,waren die Bewohner von China, Hinterindien und Japanschon mit einer großen Mannigfaltigkeit von Pflanzcnformenbekannt. Der innige Zusammenhang, welcher sich zwischenden buddhistischen Mönchsanstalten erhielt, übte auch indiesem Punkte seinen Einfluß aus. Tempel, Klöster undBegräbnißplätze wurden von Gartenanlagen umgeben, welchemit ausländischen Bäumen und einem Teppich vielfar-biger, vielgestalteter Blumen geschmückt waren. IndischePflanzen wurden früh schon nach China, Korea und Nipon