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2 (1847)
Entstehung
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Staunton von dem großen kaiserlichen Garten vvnZhe-hol^'nördlich von der chinesischen Mauer gegeben hat, entsprichtjenen Vorschriften des Lieu-tscheu: Vorschriften, denen einerunserer geistreichen Zeitgenossen, der Schöpfer des anmuthigenParks von Muskau^, seinen Beifall nicht versagen wird.

In dem großen beschreibenden Gedichte, in welchemder Kaiser Kien-long um die Mitte des verflossenen Jahr-hunderts die ehemalige mandschuische Residenzstadt Mukdenund die Gräber seiner Vorfahren verherrlichen wollte, sprichtsich ebenfalls die innigste Liebe zu einer freien, durch die Kunstnm sehr theilweise verschönerten Natur aus. Der poetischeHerrscher weiß in gestaltender Anschaulichkeit zu verschmel-zen die heiteren Bilder von der üppigen Frische der Wiesen,von waldbekränzten Hügeln und friedlichen Menschenwoh-nungen mit dem ernsten Bilde der Grabstätte seiner Ahn-herrn. Die Opfer, welche er diesen bringt, nach den vonConfucius vorgeschriebenen Riten, die fromme Erinnerungan die hingeschiedenen Monarchen und Krieger sind dereigentliche Zweck dieser merkwürdigen Dichtung. Eine langeAuszählung der wildwachsenden Pflanzen, wie der Thiere,welche die Gegend beleben, ist, wie alles didactische, er-müdend; aber daS Verweben des sinnlichen Eindrucks vonder Landschaft, die gleichsam nur als Hintergrund des Ge-mäldes dient, mit erhabenen Objecten der Ideenwelt, mitder Erfüllung religiöser Pflichten, mit Erwähnung großergeschichtlicher Ereignisse giebt der ganzen Komposition eineneigenthümlichen Charakter. Die bei dem chinesischen Volkeso tief eingewurzelte Heiligung der Berge führt Kien-longzu sorgfältigen Schilderungen der Physiognomik der unbe-lebten Natur, für welche die Griechen und Römer keinen