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verbreitet. Siebold, dessen Schriften einen weitumfassendenUeberblick aller japanischen Verhältnisse liefern, hat zuerstauf die Ursach einer Vermischung der Floren entlegener bud-dhistischer Länder aufmerksam gemacht.^
Der Reichthum von charakteristischen Pflanzenfor-men, welche unsere Zeit der wissenschaftlichen Beobach-tung wie der Landschaftmalerei darbietet, muß lebhaft an-reizen den Quellen nachzuspüren, welche uns diese Erkennt-niß und diesen Naturgenuß bereiten. Die Aufzählung dieserQuellen bleibt der nächstfolgenden Abtheilung diesesWerkes, der Geschichte der Weltanschauung, vorbe-halten. Hier kam es darauf an in dem Nester der Außenweltauf das Innere des Menschen, auf seine geistige Thätigkeitund seine Empfindungsweise die Anregungsmittel zuschildern, welche bei fortschreitender Cultur so mächtig aufdie Belebung des Naturstudiums eingewirkt haben. Dieurtiefe Kraft der Organisation fesselt, trotz einer gewissenFreiwilligkeit im Entfalten einzelner Theile, alle thierischeund vegetabilische Gestaltung an feste, ewig wieder-kehrende Typen; sie bestimmt in jeder Zone den ihr einge-prägten, eigenthümlichen Charakter, d. i. die Physiogno-mik der Natur. Deshalb gehört es unter die schönstenFrüchte europäischer Völkerbildung, daß es dem Menschenmöglich geworden sich fast überall, wo ihn schmerzliche Ent-behrung bedroht, durch Cultur und Gruppirung erotischerGewächse, durch denZauber der Landschaftmalerei und durch dieKraft des begeisterten Wortes einen Theil des NaturgenusseSzu verschaffen, den auf fernen, oft gefahrvollen Reisen durchdas Innere der Cvntinente die wirkliche Anschauung gewährt.