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2 (1847)
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der Hain von KolonoS wird in dem berühmten Chore desSophokles gefeiert.

Wie nun das Naturgefühl sich in der Auswahl undsorgfältigen Pflege geheiligter Gegenstände des Pflanzenreichsaussprach, so offenbarte es sich noch lebendiger und mannig-faltiger in den Gartcnanlagen früh cultivirter ostasiatischerVölker. In dem fernsten Theile des alten Kontinents schei-nen die chinesischen Gärten sich am meisten dem genähertzu haben, was wir jetzt englische Parks zu nennen Pflegen.Unter der siegreichen Dynastie der Hau hatten freie Garten-anlagen so viele Meilen im Umfange, daß der Acker-bau durch sie gefährdet ^ und das Volk zum Aufruhr an-geregt wurde.Was sucht man", sagt ein alter chinesischerSchriftsteller, Lieu-tscheu,in der Freude an einem Lust-garten? In allen Jahrhunderten ist man darin überein-gekommen, daß die Pflanzung den Menschen für alles An-muthige entschädigen soll, waS ihm die Entfernung vondem Leben in der freien Natur, seinem eigentlichen undliebsten Aufenthalte, entzieht. Die Kunst den Garten an-zulegen besteht also in dem Bestreben Heiterkeit (der Aus-sicht), Ueppigkeit des Wachsthums, Schatten, Einsamkeitund Ruhe so zu vereinigen, daß durch den ländlichen An-blick die Sinne getäuscht werden. Die Mannigfaltigkeit,welche der Hauptvorzug der freien Landschaft ist, muß alsogesucht werden in der Auswahl des Bodens, in dem Wechselvon Hügelketten und Thalschluchtcn, von Bächen und Seen,die mit Wasserpflanzen bedeckt sind. Alle Symmetrieist ermüdend; Ucberdruß und Langeweile werden inGärten erzeugt, in welchen jede Anlage Zwang und Kunstverräth."^ Eine Beschreibung, welche uns Sir George