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von Süd-Italien und Griechenland gegen die Tropemveltzu. Ungleich ist der Teppich gewebt, den die blüthenreicheFlora über den nackten Erdkörper ausbreitet: dichter, wodie Sonne höher an dem dunkel-reinen oder von lichtemGewölk umflorten Himmel emporsteigt; lockerer gegen dentrüben Norden hin, wo der wiederkehrende Frost bald dieentwickelte Knospe tödtet, bald die reifende Frucht erhascht.Wenn in der kalten Zone die Baumrinde mit dürren Flech-ten oder mit Laubmoosen bedeckt ist, so beleben, in der- Zone der Palmen und der feingefiederten baumartigenFarren, Cymbidium und dustende Vanille den Stamm derAnacardien und riesenmäßiger Ficus-Arten. DaS frischeGrün der Dracontien und der tief eingeschnittenen Pothos-blätter contrastirt mit den vielfarbigen Blüthen der Orchi-deen; rankende Bauhinien, Passifloren und gelbblühendeBanisterien umschlingen, weit und hoch durch die Lüftesteigend, den Stamm der Waldbäume; zarte Blumen ent-falten sich aus den Wurzeln der Theobromen wie aus derdichten und rauhen Rinde der Crescentien und der Gustavia.Bei dieser Fülle von Blüthen und Blättern, bei diesemüppigen Wüchse und der Verwirrung rankender Gewächsewird es oft dem Naturforscher schwer zu erkennen, welchemStamme Blüthen und Blätter zugehören; ja ein einzelnerBaum, mit Paullinien, Bignonien und Dendrobium ge-schmückt, bietet eine Fülle von Pflanzen dar, die, von ein-ander getrennt, einen beträchtlichen Flächenraum bedeckenwürden.
Aber jedem Erdstrich sind eigene Schönheiten vor-behalten : den Tropen Mannigfaltigkeit und erhabene Größeder Pflanzengestalten, dem Norden der Anblick der Wiesen