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Sandbank, auf der die rothen Flamingos stehen; eineHügelkette, welche sich an den Himalaya anlehnt, undGazellen aus dieser Hügelkette gelagert". Das sind Anfor-derungen nicht geringer Art; sie deuten wenigstens auf denGlauben an die Ausführbarkeit einer verwickelten Composition.
Seit den Cäsaren trat die Landschaftmalerei zu Romals eine eigene abgesonderte Kunst auf; aber nach demVielen, was uns die Ausgrabungen von Herculaneum,Pompeji und Stabiä zeigen, waren diese Naturbilder oftnur landkartenähnliche Uebersichten der Gegend, wiedermehr Darstellung von Hafenstädten, Villen und Kunst-gärten, als der freien Natur zugewandt. Den Griechenund Römern schien fast allein das gemächlich Bewohn-bare anziehend in der Landschaft, nicht das, was wirwild und romantisch nennen. Die Nachahmung konntegenau sein, so weit eine oft störende Sorglosigkeit in derPerspective und ein Streben nach conventioneller Anord-nung eö erlaubten; ja die arabeskenartigen Compositionen,denen der strenge Vitruvius abhold war, vereinigten,rhythmisch wiederkehrend und genialisch aufgefaßt, Thier-und Pflanzengestalten: aber, um mich eines Ausspruchsvon Otfried Müller zu bedienen „der ahndungsvolleDämmerschein des Geistes, mit welchem die Landschaft unsanspricht, erschien den Alten nach ihrer Gemüthsrichtungjeder künstlerischen Ausbildung unfähig; ihre Landschaftenwaren mehr scherzhaft als mit Ernst und Gefühl entworfen."
Wir haben die Analogie des Entwickelungsganges be-zeichnet, auf dem im elastischen Alterthume zwei Mittel dieNatur anschaulich darzustellen, durch die Sprache (dasbegeisterte Wort) und durch graphische Nachbildungen,