eine Landschaft erwähnt, in der man Rauch ans dem Gipfeleines Vulkans aufsteigen undLavastrvme sich in daö nahe Meerergießen sah. In dieser sehr verwickelten Compositivn einerAnsicht vvn sieben Inseln glauben die neuesten Commcntatoren^sogar die Darstellung einer wirklichen Gegend, die kleineäolische oder liparische Vulkangruppe, nördlich von Sicilien,zu erkennen. Die perspektivische Bühnenmalerei, durch welchevie Aufführung der Meisterwerke des AeschyluS und So-phokles verherrlicht worden war, erweiterte allmälig diesenTheil des Kunstgebietes 9, indem sie das Bedürfniß einer täu-schenden Nachahmung lebloser Gegenstände (Baulichkeiten,Wald und Felsen) vermehrte.
Von der Bühne, durch die Vervollkommnung derScenographie, ging die Landschaftmalerei bei den Grie-chen und den nachahmenden Römern in die durch Säulengezierten Hallen über, wo lange Wandflächen erst mit ein-geschränkten Naturscenen^, bald aber mit großen Prospektenvon Städten, Seeufern und weiten Tristen bedeckt wurden,auf denen Viehheerden weiden Solche anmuthige Wand-verzierungen hatte in dem Augusteischen Zeitalter, nichterfunden, aber allgemein beliebt gemacht ^ und durch dieStaffage kleiner Figuren erheitert der römische MalerLudius. Fast zu derselben Zeit und wohl noch ein halbesJahrhundert früher finden wir schon bei den Indern in derglänzenden Epoche des Vikramaditya der Landschaftmalereials einer sehr geübten Kunst erwähnt. In dem reizendenDrama Sakuntala wird dem König Duschmanta das Bildseiner Geliebten gezeigt. Er ist nicht zufrieden damit, denner will: „daß die Malerinn die Plätze abbilde, welche derFreundinn besonders lieb sind, den Malini-Fluß mit einer